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Mitteldeutschland Britische Coronavirus-Mutation erstmals in Sachsen festgestellt
Region Mitteldeutschland

Britische Coronavirus-Mutation erstmals in Sachsen festgestellt

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06:36 08.01.2021
Die Coronavirus-Variante B.1.1.7 hat Sachsen erreicht: Sie wurde bei einem aus Großbritannien angereisten Dresdener festgestellt.
Die Coronavirus-Variante B.1.1.7 hat Sachsen erreicht: Sie wurde bei einem aus Großbritannien angereisten Dresdener festgestellt. Quelle: Marijan Murat/dpa
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Dresden

In Sachsen gibt es einen ersten registrierten Fall der Coronavirus-Mutation B.1.1.7. Das teilte das Sächsische Sozialministerium am Donnerstagabend mit. Sie wurde bei einer Person aus Dresden nachgewiesen, die aus Großbritannien zurückgekehrt war und sich nach ihrer Ankunft sofort in Quarantäne begeben hatte. „Das zuständige Gesundheitsamt betreut den Fall und geht nicht von der Gefahr einer weiteren Verbreitung aus“, heißt es in der Mitteilung.

Der Fall sei durch ein stichprobenartiges Screening von positiven Proben beim Robert-Koch-Institut nachgewiesen worden, hieß es. Die örtlichen Gesundheitsämter seien damit beauftragt, Einreisende aus Großbritannien und Südafrika „besonders sorgfältig bei der Quarantäneüberwachung zu begleiten“.

Gesundheitsministerin fordert Änderung der Impfstartegie

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) fordert angesichts dessen eine Änderung der Impfstrategie. „Bisher erfolgt die Verteilung des Impfstoffes nach der Einwohnerzahl der Bundesländer. Ich glaube, dass auch andere Faktoren bei neuen Lieferungen eine Rolle spielen sollten“, sagte die Ministerin laut Mitteilung vom Donnerstagabend. Dafür wolle sie sich beim Bund einsetzen, erklärte eine Sprecherin.

Aus Sicht der Ministerin muss beispielsweise ein hoher Anteil an älteren Menschen berücksichtigt werden. In Sachsen lebten eine Million Menschen, die älter als 65 Jahre seien. „Sie müssen schnell besonders geschützt werden“, so Köpping. „Wir brauchen daher schneller mehr Impfstoff.“

102 375 Impfdosen für Sachsen bis Ende des Monats

In Sachsen lag die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 269,8. Der Freistaat bleibt damit wie seit Wochen schon Negativ-Spitzenreiter. Bundesweit lag der wichtige Corona-Kennwert nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 122. Die Daten sind derzeit aber noch schwierig zu interpretieren, weil es über den Jahreswechsel Verzögerungen gegeben hat.

Nach Angaben des Gesundheitsministerium vom Mittwoch sind für Sachsen vom Bund bis Ende des Monats 102 375 Impfdosen angekündigt. Zur Gruppe mit der höchsten Priorität zählen demnach rund 457 000 Menschen. Vom nächsten Montag an sollen auch die Impfzentren in zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten öffnen. Bisher waren nur mobile Impfteams im Freistaat unterwegs.

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Die Coronavirus-Mutation B.1.1.7 wurde erstmals im Dezember in Großbritannien nachgewiesen und ist nach aktuellen Erkenntnissen um ein Vielfaches ansteckender als die ursprüngliche Variante, soll aber nicht zu schwereren Krankheitsverläufen führen. Erstmals war die Corona-Mutation aus England in Deutschland an Heiligabend nachgewiesen worden. Betroffen war eine Frau in Baden-Württemberg, die aus Großbritannien eingereist war.

Von CN