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Mitteldeutschland Bündnis „#unteilbar“ plant Riesen-Demo in Dresden
Region Mitteldeutschland Bündnis „#unteilbar“ plant Riesen-Demo in Dresden
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10:39 23.05.2019
Erst vor wenigen Tagen hatten Mitglieder des Bündnisses #unteilbar in Berlin unter dem Motto "Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus!" ein Zeichen gegen den internationalen Rechtsruck und für ein Europa der Menschenrechte gesetzt. Eine ähnliche Aktion mit bundesweiter Mobilisierung ist nun auch für Ende August im Vorfeld der Landtagswahlen in Dresden geplant. Quelle: Archiv/Paul Zinken/dpa
Dresden

Fast eine Viertelmillion Menschen waren im Oktober durch die Berliner Straßen gezogen, de­monstrierten dort für eine offene und freie Gesellschaft. Damit brachte das Bündnis #unteilbar so viele Menschen wie lange nicht mehr in Deutschland auf die Straße. Für Ende August plant das Bündnis nun erneut eine riesige Demonstration für Solidarität und gegen Ausgrenzung – allerdings nicht in Berlin, sondern in Dresden.

Die Initiatoren von #unteilbar ru­fen bundesweit für den 24. August zu einer Demonstration durch Dresden auf. Das Bündnis rechnet eigenen Angaben zufolge mit mehreren Zehntausend Teilnehmern – bei der Versammlungsbehörde der Stadt sind 25 000 Menschen angezeigt. Bei der Premiere in Berlin Mitte Oktober hatten die Veranstalter zu­nächst mit 40 000 Menschen ge­rechnet, am En­de beteiligten sich 242 000 und setzten somit ein eindrucksvolles Zeichen gegen Hetze und den stetigen Rechtsruck in Eu­ropa, aber auch für soziale Ge­rechtigkeit weltweit.

Der Ort und der Zeitpunkt sind sehr bewusst gewählt. „Pegida ist ein Symbol für den bundesweiten Rechtsruck“, sagt Felix Müller, ein Vertreter des Bündnisses, auf An­frage der DNN. Laut der Initiative, hinter der ein breiter Zusammenschluss von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen steckt, gebe es in Sachsen dringenden Handlungsbedarf: „Rassismus und Menschenverachtung sind bereits gesellschaftsfähig“, erklärt #unteilbar-Mitstreiterin Ana-Cara Methmann.

40 000 Teilnehmer waren zunächst zur #unteilbar-Demo Mitte Oktober in Berlin erwartet worden – am Ende zogen eine Viertelmillion Menschen durch die Bundeshauptstadt. Quelle: Archiv/Christoph Soeder/dpa

Zugleich ist die Demonstration als ein Signal für die eine Woche später anstehenden Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg sowie im Oktober in Thüringen ge­dacht. „Vor der sächsischen Landtagswahl ist es für uns besonders wichtig, ein solidarisches und soziales Miteinander einzufordern und gemeinsam mit vielen Menschen zu demonstrieren“, sagt Rudaba Ba­dakhshi, die ebenfalls für das Bündnis #unteilbar aktiv ist.

Den Angaben der Initiatoren zu­folge hätten bereits Vertreter von mehr als 300 Organisationen und Vereinen sowie Einzelpersonen aus den Bereichen Bildung, Politik und Kultur den Aufruf zur Demonstration und weiteren Aktionen in Sachsen unterschrieben. Dazu zählen große Gewerkschaften oder die Arbeiterwohlfahrt ebenso wie viele kleinere Vereine und Gesellschaften, die sich beispielsweise in der Jugendhilfe, für Geflüchtete, Frauen oder die Um­welt engagieren.

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehört in Dresden auch die Linke. Der Stadtvorstand hatte sich einstimmig dafür ausgesprochen, das Bündnis zu unterstützen. „Die Er­gebnisse der drei Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen könnten das politische Klima in ganz Deutschland weiter verschärfen“, erklärt Stadtverbandschefin Anna Holowenko.

Neben der Großveranstaltung in Dresden sind den Angaben zufolge am 6. Juli ei­ne Auftaktdemonstration in Leipzig sowie ei­ne Marktplatz- und Konzerttour durch verschiedene sächsische Städte un­ter dem Motto #WannWennNichtJetzt ge­plant, die von #unteilbar mit un­terstützt wird.

Bei der Demonstration in Dresden sollen verschiedene Redner auftreten – prominente Akteure zivilgesellschaftlicher Organisationen, von Gewerkschaften, Verbänden sowie Vertreter kleinerer Initiativen, die sich im Bündnis #unteilbar zusammengeschlossen haben. Details dazu konnte Felix Müller allerdings noch nicht nennen – ebenso we­nig wie zur konkreten Route. Gegenwärtig laufen noch die Vorbereitungen.

Internet: www.unteilbar.org

Von Sebastian Kositz

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