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CO2-Preis: Kommt der Kohleausstieg in Sachsen noch früher? 

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06:48 09.08.2021
Ein Kohlebagger baut im Tagebau Vereinigtes Schleenhain Braunkohle ab. Im Jahr 2038 soll der Kohleausstieg in Deutschland kommen. Im Vereinigten Schleenhain wird schon 2035 Schluss sein.
Ein Kohlebagger baut im Tagebau Vereinigtes Schleenhain Braunkohle ab. Im Jahr 2038 soll der Kohleausstieg in Deutschland kommen. Im Vereinigten Schleenhain wird schon 2035 Schluss sein. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
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Dresden

Etliche Braunkohlekraftwerke werden nach Einschätzung von Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) früher vom Netz gehen als im Kohlekompromiss vorgesehen. „Da ist eine extreme Dynamik drin“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das liege an den steigenden CO2-Preisen. Zugleich verpflichteten sich immer mehr Investoren, Großunternehmen und Versicherer dem Ziel der Klimaneutralität. „Es ist davon auszugehen, dass der Braunkohleausstieg marktgetrieben sehr viel schneller vonstatten gehen wird als das gesetzlich fixierte Ausstiegsdatum.“

CO2-Preis setzt Energieunternehmen unter Druck

Als Beispiel verwies Günther auf den Chemnitzer Energieversorger Eins. Der erwägt, den letzten Block seines Heizkraftwerks, in dem Wärme und Strom aus Braunkohle gewonnen werden, nun schon 2023 abzuschalten. Bisher war das erst für Ende 2029 geplant. Das Unternehmen begründet diese Überlegungen mit „massiven Verlusten“ infolge stark gestiegener CO2-Preise.

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In Sachsen soll nach bisherigen Plänen das Kraftwerk Lippendorf südlich von Leipzig Ende 2035 stillgelegt werden, für die letzten beiden Blöcke des Kraftwerks Boxberg in der Lausitz ist das bis Ende 2038, zum offiziell letzten Ausstiegsdatum, vorgesehen.

Von RND/dpa