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Mitteldeutschland Corona: Leipzig und Dresden nehmen Kranke aus Italien auf
Region Mitteldeutschland Corona: Leipzig und Dresden nehmen Kranke aus Italien auf
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15:56 23.03.2020
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/d
Dresden

Großes Signal der Hilfsbereitschaft: Sachsen wird sechs schwer kranke Patienten aus Italien aufnehmen. Das kündigte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in Dresden vor der Presse an.

Sachsen reagiere damit auf eine Bitte der italienischen Regierung. Die Kranken kämen in Krankenhäuser in Leipzig und in die Uniklinik in Dresden.

Kretschmer: Nachverfolgung von Kontakten wichtig

Kretschmer sprach die Hoffnung aus, dass die sechs Menschen bald wieder gesund werden und dankte den hiesigen Ärzten für ihre Einsatzbereitschaft.

Der Ministerpräsident verwies darauf, dass es in der gegenwärtigen Krise weiterhin notwendig sei, die Kontaktpersonen von Infizierten nachzuverfolgen. „Das müssen wir tun, genau davon wird die Ausbreitung des Virus abhängen“, erklärte er.

Oberstes Ziel sei die Einschränkung sozialer Kontakte, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Kretschmer wiederholte seine Auffassung, dass frühestens zu Ostern eingeschätzt werden könne, ob die Maßnahmen gegriffen haben.

Von Italien kann Sachsen lernen

Sachsen Sozialministerin Petra Köpping (SPD) bezeichnete die Aufnahme der italienischen Patienten als solidarische Aktion innerhalb der EU. Die sächsischen Ärzten würden sich davon auch Erfahrungen über den Verlauf der Krankheit versprechen. Sachsen könne davon lernen.

Im Freistaat gibt es laut Köpping aktuell 865 Infizierte, davon gebe es in einem Fall einen schweren klinischen Verlauf. In Chemnitz würden sechs Personen mit einer Lungenentzündung behandelt. In Dresden gebe es 183 Fälle, in Leipzig 161. Besonders stark seien die Fallzahlen im Landkreis Zwickau gestiegen. Dort gebe es derzeit 175 Fälle, obwohl der Landkreis viel weniger Einwohner hat als beispielsweise Dresden oder Leipzig.

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Von Ingolf Pleil

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