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Mitteldeutschland Braucht Sachsen einen harten Lockdown?
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Corona in Sachsen: Harter Lockdown unvermeidbar? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit

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19:52 29.11.2021
Viele Menschen bevölkerten am Wochenende die Leipziger Innenstadt. Warenhäuser, Boutiquen sowie Restaurants dürfen nur von Genesenen und Geimpften betreten werden.
Viele Menschen bevölkerten am Wochenende die Leipziger Innenstadt. Warenhäuser, Boutiquen sowie Restaurants dürfen nur von Genesenen und Geimpften betreten werden. Quelle: Sebastian Willnow/dpa
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Leipzig/Dresden

Sachsen ist der Corona-Hotspot bundesweit und das schon seit Wochen. Die Infektionszahlen steigen immer weiter. Im Erzgebirge kletterte die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt sogar über den Wert von 2000. Innerhalb einer Woche haben sich also zwei Prozent der Einwohner des Landkreises mit dem Virus angesteckt.

Auch in Sachsens Kliniken wird die Not immer größer. Am Montag wurden erstmals in der vierten Corona-Welle mehr als 2000 Menschen mit Covid-19-Infektionen auf den Normalstationen behandelt. Auf den Intensivstationen kämpfen die Medizinerinnen und Mediziner derzeit um das Leben von fast 600 Infizierten. Erste Patienten mussten am Wochenende in andere Bundesländer ausgeflogen werden. Die Lage ist ernst.

Stimmen Sie ab: Ist ein harter Lockdown in Sachsen notwendig?

Was ist der Ausweg aus dieser Notlage? In Sachsen gelten mit dem „Wellenbrecher-Lockdown“ bereits seit einer Woche verschärfte Regeln. Kultur- und Freizeitangebote sind untersagt, Bars und Discotheken mussten schließen, in Restaurants gilt eine Sperrstunde ab 20 Uhr und im Einzelhandel flächendeckend 2G. Den rasanten Anstieg der Infektionszahlen konnte das bislang noch nicht bremsen.

Hilft nun nur noch ein harter Lockdown? Also noch strengere Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene, die komplette Schließung von Einzelhandel und Gastronomie? Möglicherweise auch die Einstellung des Präsenzbetriebs von Schulen und Kitas? Wir wollen Ihre Meinung dazu wissen: Stimmen Sie in unserer Online-Umfrage ab.

In Sachsen war die Sieben-Tage-Inzidenz zum Wochenstart auf 1284,8 gestiegen – so hoch wie noch nie zuvor in der Corona-Pandemie. Laut Robert Koch-Instituts (RKI) bleibt der Freistaat damit das mit Abstand am stärksten von der Infektionswelle betroffene Bundesland in Deutschland. Bundesweit betrug die Inzidenz am Montag 452,4. Seit Beginn der Pandemie sind landesweit laut Sozialministerium inzwischen fast eine halbe Million Covid-19-Fälle und knapp 11.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden.

Von LVZ/nöß