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Mitteldeutschland Corona in Sachsen: SPD will langfristige Krisenvorsorge
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Corona in Sachsen: SPD will langfristige Krisenvorsorge

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11:04 10.10.2020
Der Landtag befasst sich ab Montag intensiv mit der Corona-Pandemie. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil
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Dresden

Die sächsische SPD hat sich angesichts der Erfahrungen aus der Corona-Krise für eine langfristige Krisenvorsorge ausgesprochen. „Wir werden auch in den kommenden Monaten, vielleicht sogar Jahren, immer wieder kurzfristige Maßnahmen ergreifen müssen“, sagte die Landtagsabgeordnete Simone Lang am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. „Gerade im Bereich des Sozialen hat sich in der Hochphase der Pandemie gezeigt, wie wichtig funktionierende Strukturen und der Zusammenhalt in unserem Land sind.“

Systemrelevanz dürfe kein Schlagwort der Krise bleiben, betonte Lang, die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion ist. Mit dem Haushalt 2021/22 müsse sichergestellt werden, dass Bewährtes erhalten und Lücken geschlossen werden: „Das ist der Freistaat nicht nur den vielen Menschen schuldig, die sich beruflich oder ehrenamtlich um andere kümmern.“

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Lang: Müssen gründliche Corona-Bilanz ziehen

Am Montag beginnen im Landtag eine Reihe öffentlicher Anhörungen zur Bewältigung der Corona-Krise. Dabei geht es um das Krisenmanagement, die verfügten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und die vom Land organisierten Hilfen. Den Anfang macht der Ausschuss für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Als Sachverständige sind Vertreter der Landesärztekammer, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, des Kinderschutzbundes Sachsen und einer Pflegeeinrichtung eingeladen.

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„Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren wirksam, haben aber auch erhebliche Belastungen für alle mit sich gebracht. Deshalb ist es wichtig, die gemeinsamen Erfahrungen öffentlich auszuwerten und eine gründliche Bilanz zu ziehen“, sagte Lang. Gleichzeitig habe die Krise Maßnahmen und Anpassungen möglich gebracht, die vorher kaum denkbar waren: „Hier lohnt es sich genauer hinzusehen und zu überlegen, welche Veränderungen auch nach der Pandemie beibehalten werden sollten.“

Von RND/dpa