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Mitteldeutschland Davidshirsche sterben an Vergiftung
Region Mitteldeutschland Davidshirsche sterben an Vergiftung
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14:32 13.02.2019
Archiv: Ein junges Milu-Kitz 2015 im Dresdner Zoo. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Eigentlich ist der Davidshirsch oder auch Milu genannt ausgerottet – nur in Zoos gibt es noch Tiere der asiatischen Hirsche. Der Dresdner Zoo gehört nun nicht mehr dazu. Denn die drei Milus sind an einer Vergiftung gestorben. „Die drei Tiere sind am 6. und 7. Januar gestorben“, sagt Zookurator Matthias Hendel. Bei der Untersuchung der Hirschkuh und den zwei Männchen stellten die Tierärzte eine auffällige rotbräunliche Färbung des Urins fest. Das lasse darauf schließen, dass es sich um eine Vergiftung durch Ahorn mit Hypoglycin A handele, erklärt Hendel. Auch bei Pferdehaltern ist diese Art der Vergiftung unter dem Namen „ Plötzlicher Weidetod“ gefürchtet.

Das ab einer bestimmten Menge tödliche Gift findet sich in frischen Bergahorn-Blättern und besonders in den Früchten. Wie viel Gift die Ahornblätter und -früchte enthalten ist von verschiedenen Parametern abhängig. Hendel schließt nicht aus, dass der Hitzesommer in Dresden eine Mitschuld an dem Tod der Tiere trägt. „Es hat sich herausgestellt, dass es auch in anderen Zoos Fälle gab“, sagt Hendel.

Ohne Milus will der Dresdner Zoo aber nicht bleiben. „Wir holen neue Milus. Zwischen den Europäischen Zoos findet stets Tiertausch ohne finanzielle Forderungen statt“.

Von Tomke Giedigkeit

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