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Mitteldeutschland De Maizière: Bei Dialog mit Pegida-Demonstranten alle in der Pflicht
Region Mitteldeutschland De Maizière: Bei Dialog mit Pegida-Demonstranten alle in der Pflicht
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22:37 20.01.2015
Die Moderatorin Alexandra Gerlach, Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU), die Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, Bascha Mika, Landesbischof Jochen Bohl und der Dresdner Politikwissenschaftler Hans Vorländer.
Dresden

Auch Institutionen wie Rundfunkanstalten, Handwerkskammern, Kirchen, Parteien, alle seien gefragt, sagte der CDU-Politiker bei einer Podiumsdiskussion am Dienstagabend in der Dresdner Frauenkirche.

Unter dem Titel „Was will das Volk?“ hatten dazu Stiftung Frauenkirche und Deutschlandradio Kultur eingeladen. „Ich bin optimistisch und glaube an die Kraft der Debatte und Aufklärung“, machte de Maizière deutlich. Er fände es trotz der Begleitumstände wunderbar, wenn diese zur Politisierung der Gesellschaft beitrage.

Wie die anderen Podiumsgäste, darunter der sächsische Landesbischof Jochen Bohl, warb er für einen Dialog mit denen, die aus Sorge demonstrierten. „Wir haben eine Vertrauenskrise“, sagte de Maizière. Das zeige, dass Vertrauen verloren gegangen sei - in die Zukunft, aber auch die eigene Kraft zur Veränderung. „Das muss themenweise diskutiert werden.“

Die Podiumsdiskussion „Was will das Volk?“ in der Frauenkirche in Dresden: Zur Frage „Wie ist es bestellt um die Beziehung vom Volk zu seinen Volksvertretern?“ diskutierten Bundesinnenminister de Maiziere (CDU), Landesbischof Bohl, der Dresdner Politikwissenschaftler Vorländer und die Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, Mika.

lvz

Sachsens CDU-Fraktionschef Frank Kupfer ist mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht worden. Der 52-Jährige habe am Dienstagmorgen in der Staatskanzlei vor einer Kabinettssitzung eine Kreislaufschwäche erlitten, sagte Fraktionssprecher Andreas Kunze-Gubsch.

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Ein Demonstrationsverbot wegen Terrorwarnungen darf aus Sicht des früheren Verfassungsgerichtspräsidenten Hans-Jürgen Papier keine „Dauerlösung“ werden. „Ein Versammlungsverbot wegen aktueller Bedrohungslage, wie dies für Montagabend für alle Versammlungen in Dresden erlassen worden war, ist nur ausnahmsweise zulässig“, sagte Papier.

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