Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Noch einmal winterlich: Woche nach Ostern in Sachsen mit Schnee, Sturm und Gewittern
Region Mitteldeutschland

Dickes Kälte-Ei: Woche nach Ostern in Sachsen mit Schnee, Sturm und Gewittern

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:04 06.04.2021
Wetter.net-Meteorologe Dominik Jung zeigt es an: Das Kälte-Ei mit minus 44 Grad in 5500 Metern Höhe liegt direkt über Deutschland. Es sorgt für Schnee- und Graupelschauer sowie Gewitter.
Wetter.net-Meteorologe Dominik Jung zeigt es an: Das Kälte-Ei mit minus 44 Grad in 5500 Metern Höhe liegt direkt über Deutschland. Es sorgt für Schnee- und Graupelschauer sowie Gewitter. Quelle: wetter.net / Screenshot: Youtube
Anzeige
Leipzig

Schon am Montag gab es in Leipzig immer wieder Graupel- und Schneefälle, die Temperaturen gingen auf kühle drei Grad zurück. „Schuld ist ein Kälte-Ei, das sich nun genau über Deutschland platziert hat“, sagt Meteorologe Dominik Jung vom Portal Wetter.net. Heißt: In etwas über fünf Kilometer Höhe beträgt die Höhenluft minus 44 Grad – eine Vollbremsung für den Frühling.

Dicker Mantel und Winterreifen noch nötig

„Das ist schon ein richtig dicker Kälte-Batzen, der bei uns dafür sorgen wird, dass die gesamte Wetterwoche spannend bleibt“, so Jung. Mit Gartenarbeit oder sonnigen Spaziergängen durch den Park wird es in den nächsten Tagen nichts werden. Stattdessen sind all diejenigen gut beraten, die ihren dicken Mantel noch griffbereit haben und die Winterreifen noch nicht gewechselt haben.

„Die Temperaturen rauschen im Vergleich zur Karwoche in den Keller – es wird stellenweise um bis 20 Grad kälter sein“, sagt der Wetterexperte. Und damit nicht genug: Ab Dienstag wird es bei Tageshöchstwerten von höchstens fünf Grad im Raum Leipzig richtig ungemütlich. „Immer wieder ziehen Schnee- und Graupelschauer durch. Dazu sorgt die extreme Höhenkaltluft für Gewitter. Da kann zeitweise ganz schön turbulent werden.“ Als ob das noch nicht genug der schlechten Wetteraussichten ist, gesellt sich vor allem am Dienstag auch noch ein gefährliche Sturmlage hinzu. Die Spitzenbösen können bis zu 80 km/h betragen, Nordsachsen wird hier vor allem betroffen sein. Am Mittwochmorgen gibt es dann Frost für alle, weitere Kältegewitter sind möglich.

Bis zu 10 Zentimeter Neuschnee im Bergland

Die Schneefälle werden in den Mittelgebirgen erneut für weiße Landschaften sorgen. „Ab etwa 500 Meter wird sich eine Schneedecke bilden. Hier kommen etwa fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee zusammen, das wird also noch einmal winterlich“, prophezeit Jung.

Erst zum Ende der Woche ist etwas Besserung in Sicht, zumindest bei den Temperaturen geht es etwas aufwärts. Trotzdem: Der Frühling nimmt weiter nicht richtig Fahrt auf. „Der April scheint seinem Namen alle Ehre machen zu wollen“, sagt Wettermann Jung.

Von Olaf Majer