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Mitteldeutschland Dresdener Forscherin vor ihrem Tod auf Kreta vergewaltigt
Region Mitteldeutschland Dresdener Forscherin vor ihrem Tod auf Kreta vergewaltigt
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09:03 17.07.2019
Ein 27 Jahre alter Mann von der griechischen Insel Kreta hat den Mord gestanden und wird abgeführt. Quelle: STRINGER, Reuters
Athen/Dresden

Der Mord an der Dresdner Wissenschaftlerin Suzanne Eaton ist offenkundig geklärt: Ein 27 Jahre alter Mann von der griechischen Insel Kreta hat den Mord gestanden. Das teilte die Polizei der westkretischen Hafenstadt Chania am Dienstag mit.  Bereits am Montag hatten mehrere griechische Medien über ein Geständnis berichtet.

Täter ist verheiratet und Vater

„Er hat gestanden und wird (am Dienstagnachmittag) der Justiz vorgeführt“, erklärte ein Polizeisprecher bei einer Pressekonferenz auf Kreta, die vom Fernsehen übertragen wurde. Eaton hatte an einem Expertentreffen in der kleinen Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 4. Juli zum Joggen aufgebrochen. Sie kehrte nicht zurück.

Tagelang war von Polizei, Kollegen und freiwilligen Helfern nach der Forscherin gesucht worden. Ihr Mann, der Dresdner Max-Planck-Direktor Anthony Hyman und die Söhne des Paares fuhren nach Kreta. Wanderer fanden die Leiche schließlich am Montag vor einer Woche in einer Grotte nahe der Ortschaft Maleme, rund achteinhalb Kilometer von Kolymbari entfernt.

Der mutmaßliche Täter - Sohn eines Priesters, verheiratet, zwei Kinder - habe zugegeben, die Biologin mit seinem Wagen zweimal angefahren zu haben. Das Opfer wurde dabei verletzt. „Ich musste das machen“, soll der Mann der Polizei gesagt haben. In seinem Leben laufe nichts gut. Der 27-Jährige habe die Frau dann vergewaltigt und die Leiche in einen Schacht geworfen, der während des Zweiten Weltkriegs als Bunker benutzt worden sei.

Beisetzung in Dresden geplant

Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen laufen noch, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag weiter mitteilte. Dabei soll geklärt werden, ob der Täter Eaton selbst erstickte oder ob sie wegen ihrer Rippenbrüche nicht atmen konnte und daran starb. Auf die Spur des mutmaßlichen Täters sei die Polizei durch Aufnahmen einer Überwachungskamera, eine Handy-Ortung und Reifenspuren gekommen.

Eaton stammte aus Oakland im Bundesstaat Kalifornien. Sie arbeitete im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden. Eine Freundin der Familie bereitet derzeit von Dresden aus die Trauerfeier und Beisetzung vor. Wie die DNN aus dem Umfeld der Familie erfuhren, soll Suzanne Eaton in der sächsischen Landeshauptstadt ihre letzte Ruhe finden.

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Von dpa/DNN

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