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Mitteldeutschland Emotionale Videobotschaft aus dem Leipziger Uniklinikum vor dem Lockdown
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Emotionale Videobotschaft aus dem Leipziger Uniklinikum vor dem Lockdown

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10:27 12.12.2020
OP-Schwester Bettina Schöbel aus dem Uniklinikum Leipzig sendet eine starke Botschaft inmitten der kritischen Phase der Pandemie aus.
OP-Schwester Bettina Schöbel aus dem Uniklinikum Leipzig sendet eine starke Botschaft inmitten der kritischen Phase der Pandemie aus. Quelle: Screenshot LVZ
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Leipzig/Sachsen

Sie hat schwerkranken Corona-Patienten aus dem italienischen Bergamo, die in Leipzig behandelt wurden, auf dem „Weg in ein anderes Leben“ die Hand gehalten. Sie hilft seit dem Frühjahr unermüdlich bei der Bewältigung dieser Pandemie in der größten Leipziger Klinik mit. Und sie bricht eine Lanze für alle ihre Kollegen: „Hier investiert jeder Einzelne viel Kraft, um jeden Tag mit neuer Zuversicht wieder da zu sein und den Patienten zu helfen.“ In dem achtminütigen Video schafft es Bettina Schöbel, OP-Schwester aus der Leipziger Universitätsklinik, eine starke Botschaft auszusenden. Pünktlich vor dem nächsten Lockdown... Die Dramaturgie des Films wirkt. Klare Worte, ruhig gesprochen, eingebettet in sphärische Musik. Man bekommt Gänsehaut.

Der Film ist als Beitrag für den Adventskalender der Kirchen Leipzigs entstanden, für den karikative Einrichtungen, Kirchgemeinden und Institutionen der Stadt jeden Tag Adventsbotschaften hinterlassen haben. Hinterm 12. Türchen verbreitete sich die Botschaft der OP-Schwester pünktlich zum bevorstehenden Start des Lockdowns am Montag. Bettina Schöpel richtet sich dort mit einer dringenden Bitte auch an alle Leipziger.

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Lage an Sachsens Krankenhäusern sehr angespannt

Die Lage in den Krankenhäusern in Sachsen ist zum Teil sehr angespannt, es gibt zwar noch ausreichend Intensivbetten. Dem Sozialministerium wurden mit Stand vom Mittwoch insgesamt 112 freie Betten zur intensivmedizinischen Versorgung von Covid-19-Patienten in den Regionen Chemnitz, Leipzig und Dresden gemeldet. Mit Blick auf die gegenwärtige Entwicklung der Infektionszahlen sei jedoch davon auszugehen, dass auch die Anzahl dieser Patienten in den Krankenhäusern des Freistaates Sachsen zunächst weiter steigen wird.

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So viel Intensivpatienten wie noch nie in Leipzigs Uniklinik

Auch im Leipziger Uniklinikum sind am Freitag 33 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt gewesen – „so viel wie noch nie“, sagte Kliniksprecherin Helena Reinhardt. Weitere 42 Infizierte werden auf der Normalstation betreut. Diese Woche erst haben Leipziger Kliniken 15 Patienten aus Chemnitz aufgenommen, weil dort die Kapazitäten ausgereizt sind. Reinhardt: „Wir rechnen aber auch in Leipzig mit weiter steigenden Zahlen. Die starke Dynamik bei den Zahlen in den vergangenen zehn Wochen lässt uns davon ausgehen.“ Gerade mit Blick auf die Feiertage würden Mitarbeiter aus Bereichen, in denen planbare Eingriffe abgesagt beziehungsweise verschoben wurden, auf die Coronastationen geholt. „Da gibt es eine große Bereitschaft und Solidarität unter den Kollegen. Das ist sehr beeindruckend“, so Reinhardt.

Von Thomas Lieb