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Mitteldeutschland Erst Sturm, dann Schnee? Wintereinbruch nach dem ersten Advent möglich
Region Mitteldeutschland Erst Sturm, dann Schnee? Wintereinbruch nach dem ersten Advent möglich
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07:01 23.11.2019
Tristes Novemberwetter: Am Wochenende gibt es noch einmal „Nebel-Bingo“: Danach folgen stürmische Tage – und nach dem ersten Advent könnte es deutlich kühler und winterlicher werden. Quelle: dpa
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Leipzig

Der November bleibt weitgehend grau – zumindest an diesem Wochenende. „Das Hoch Quincy liegt bei Russland und dehnt seine Fühler bis zu uns aus. Daher bekommen wir am Samstag und Sonntag ruhiges Wetter. Wie immer im November bringt uns das aber auch Nebel, Dunst und Hochnebel“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net.

„Nebel-Bingo“: Nicht überall siegt die Sonne

Doch auch die Sonne hat ihre Chance – wo sie sich gegen den Nebel durchsetzt, wird es sogar recht warm. „Am Alpenrand kann es sogar Föhn geben und dann sind bis zu 15 Grad möglich, also ein echtes Frühlingserwachen im Süden Deutschlands“, so Jung. Problem: Im „Nebel-Bingo“ gibt es auch Verlierer, die den ganzen Tag im Novembergrau stecken bleiben – und bei Temperaturen nur wenig über null Grad frösteln.

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In Leipzig bis zu 11 Grad am Wochenende

Im Raum Leipzig kann es bei Sonnenschein bis zu 11 Grad reichen. Doch pünktlich zum Wochenstart ist dann erst mal Schluss mit der tristen Novemberruhe. „Dann ziehen immer wieder Tiefs vorbei und die bringen auch Sturmgefahr. Da kann es schon mal passieren, dass wir Sturmböen bis zu 80 km/h abbekommen.“, so Jung.

Stürmischer Weihnachtsmarkt-Auftakt?

Keine optimalen Bedingungen für den Start vieler Weihnachtsmärkte – unter anderem öffnet der Leipziger Markt am Dienstag um 17 Uhrseine Pforten, der Dresdner Striezelmarkt folgt am Mittwoch ab 16 Uhr. „Das kann regional durchaus gefährlich werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass Weihnachtsmärkte wegen Sturmgefahr vorübergehend geschlossen werden. Das könnte auch kommende Woche passieren, zumindest zeitweise“, warnt Jung.

Höhepunkt der stürmischen Woche wird voraussichtlich der Mittwoch. Dazu kann es in Mitteldeutschland auch immer wieder regnen, bei eher milden Temperaturen um die 10 Grad. Der erste Advent steht dann wohl ganz im Zeichen von Wärme, Wind und Regen: An Winterwetter ist bis dahin nicht zu denken.

Nach dem 1. Advent wird’s spannend

Doch danach wird es spannend: Nach dem 1. Advent deutet sich tatsächlich ein erster Wintereinbruch an. Danach würde kalte Luft aus Nordeuropa bis nach Mitteleuropa strömen, die Schneefallgrenze könnte deutlich sinken. „Zumindest das US-Modell deutet eine starke Abkühlung und die ersten Schneeflocken bis in tiefe Lagen an“, sagt Jung. Der Wettermann dämpft aber zugleich allzu große Erwartungen der Winterfreunde: „Es ist ein erster Trend. Mal sehen, ob er sich auch nächste Woche weiter bestätigt.“

Von Olaf Majer