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Mitteldeutschland Evangelische Kirche in Sachsen kommt erstmals ohne Schulden aus
Region Mitteldeutschland Evangelische Kirche in Sachsen kommt erstmals ohne Schulden aus
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19:48 16.11.2015
Dank sprudelnder Kirchensteuereinnahmen trotz sinkender Mitgliederzahlen kommt die evangelische Landeskirche in Sachsen erstmals seit 1990 ohne Schulden aus. Quelle: dpa
Leipzig/Dresden

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat 2016 erstmals seit 1990 einen ausgeglichenen Haushalt. Der Etat mit einem Volumen von knapp 210 Millionen Euro wurde am Montag von der Synode in Dresden verabschiedet. Damit verfügt die Landeskirche nach Jahren des Sparens über so viel Geld wie noch nie in zwölf Monaten. Sie profitiert von externen Einflüssen wie der EKD-Umlage und der Kirchensteuer, aus der 2016 Einnahmen in Höhe von 107 Millionen Euro erwartet werden - 6,8 Prozent mehr als im Plan 2015.

An die Kirchgemeinden sollen 155,5 Millionen Euro fließen und damit gut 7 Milllionen Euro mehr als in diesem Jahr. Für die Arbeit mit Flüchtlingen sind im nächsten Jahr rund 400 000 Euro vorgesehen. Allerdings gebe es einen Spielraum von zusätzlich 100 000 Euro, erklärte ein Sprecher. Die Synode hatte 2014 beschlossen, ihre Förderung der Willkommenskultur zu verzehnfachen. Insgesamt stehen bis Ende dieses Jahres 500 000 Euro zur Verfügung, wovon 435 800 Euro bereits abgerufen sind - für bisher insgesamt knapp 70 Projekte vom Deutschkurs bis zum Café International.

Die Landeskirche finanziert sich zu 75 Prozent selbst und muss sich zudem weiter auf die demografisch bedingten Strukturveränderungen vorbereiten: Die Zahl der Kirchenmitglieder schwindet, jährlich sterben doppelt so viele wie aufgenommen werden. Aktuell hat die sächsische Landeskirche rund 727 000 Mitglieder.

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