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Faktencheck Jeder Vierte in Sachsen ist älter als 65 Jahre – Bevölkerungszahl verringert sich weiter
Region Mitteldeutschland Faktencheck Jeder Vierte in Sachsen ist älter als 65 Jahre – Bevölkerungszahl verringert sich weiter
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14:39 02.10.2019
Der Anteil der Senioren in Sachsen steigt seit 1990 kontinuierlich an. Quelle: dpa / Datawrapper
Kamenz

Der durchschnittliche Sachse wird immer älter. Mehr als jede oder jeder Vierte im Freistaat ist inzwischen mindestens 65 Jahre alt. Seit 1990 hat der Anteil der Senioren unter den sächsischen Bürgern enorm zugenommen: Vor 30 Jahren betrug er noch 15,7 Prozent, zum Jahresende 2018 waren es 26,1 Prozent, teilte das Statistische Landesamt mit.

Regional gesehen weist der Vogtlandkreis mit 30 Prozent Senioren den höchsten Altersdurchschnitt auf. In der Stadt Leipzig – der jüngsten Region im Freistaat – sind es zehn Prozent weniger Senioren. Dennoch wohnen in der Messestadt aufgrund ihrer allgemeinen Größe überdurchschnittlich viele Bürger über 65 Jahren: insgesamt mehr als 120.000. Mehr Ü65 gibt es nur noch in Dresden (121.000 in dieser Altersgruppe). Prognosen zufolge wird der Trend zur Überalterung im Freistaat in den kommenden Jahren weiter anhalten. Bis 2035 soll der Anteil der Sachsen im Rentenalter auf mehr als 30 Prozent ansteigen.

Ein gewichtiger Grund für diese kontinuierliche Entwicklung seit 1990 ist der Wegzug vieler junger Menschen aus dem Freistaat. Aber auch das jahrelange Geburtendefizit trug merklich dazu bei. Insgesamt 686.000 Einwohner hat Sachsen statistisch gesehen seit dem Tag der deutschen Einheit verloren – das sind satte 14,1 Prozent der Bevölkerung. Zum Jahresende 2018 lebten noch genau 4.077.937 Menschen zwischen Bad Düben, Bad Elster, Bad Schandau und Bad Muskau. Das sind knapp fünf Prozent der Deutschen.

Innerhalb der ostdeutschen Flächenländer hat Sachsen mit 46,6 Jahren noch den geringsten Altersdurchschnitt. Im Vergleich zum Rest der Republik (44,2) ist der Freistaat dennoch tendenziell mehr überaltert. Der Altersdurchschnitt in der gesamten Europäischen Union beträgt noch einmal zwei Jahre weniger als der in Deutschland. Die Lebenserwartung für neugeborene Jungen betrug in Sachsen zuletzt 77,82 Jahre (Bund: 78,36), für neugeborene Mädchen waren es 83,82 Jahre (Bund: 83,18 Jahre).

Weitere Fakten aus Sachsen: www.lvz.de/fakten

Von Matthias Puppe

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