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Mitteldeutschland Geburtendefizit in Sachsen so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr
Region Mitteldeutschland Geburtendefizit in Sachsen so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr
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15:25 05.07.2019
Kinder auf einer Neugeborenenstation. (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

In Sachsen werden immer weniger Kinder geboren – gleichzeitig steigt die Zahl der Sterbefälle pro Jahr an. Das führt zu einem erheblichen Geburtendefizit im Freistaat, das im vergangenen Jahr so hoch war wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Wie das Statistische Landesamt mitteilte, wurden 2018 insgesamt 35.890 Kinder in Sachsen geboren – parallel dazu starben 56.290 Menschen. Das sorgte für ein natürliches Defizit von 20.400 Sachsen. Im Jahr davor lag der Malus noch bei 17.855. Nach Berechnungen der Statistiker war das Geburtendefizit 2018 so hoch wie seit 1999 nicht.

Etwas abgeschwächt wurde der anhaltende Bevölkerungsrückgang allerdings durch Wanderungsgewinne, hieß es aus Kamenz. Im vergangenen Jahr verlegten fast 100.000 Menschen ihren neuen Wohnsitz nach Sachsen – das waren knapp 18.000 mehr, als wegzogen. Letztlich verringerte sich Sachsens Einwohnerzahl zwischen 2017 und 2019 um 3371 Einwohner und betrug zuletzt 4. 077.937. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lebten noch 4,4 Millionen Menschen in Sachsen, 1981 waren es 5,1 Millionen und 1950 5,6 Millionen.

De meisten Kinder wurden 2018 in Leipzig geboren (6756), gefolgt von Dresden (6095) und dem Erzgebirgskreis (2540). Den höchsten Geburtenüberschuss hatte Dresden (+527 ), gefolgt von Leipzig (+266). In allen anderen Städten und Landkreisen starben mehr Menschen, als geboren wurden. Am deutlichsten war das Defizit in Zwickau (-2 896), gefolgt vom Erzgebirgskreis (-2 656) und Mittelsachsen (-2 416).

Die meisten Zuzüge erlebten im vergangenen Jahr die Großstädte Leipzig (36.395), Dresden (31.878) und Chemnitz (13.574). In allen Städten, aber auch in allen sächsischen Landkreisen gab es mehr Zuzüge als Wegzüge.

Von Matthias Puppe

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