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Mitteldeutschland Gewitter zieht mit Starkregen über Leipzig
Region Mitteldeutschland Gewitter zieht mit Starkregen über Leipzig
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13:04 14.06.2015
Gewitterzelle im Süden von Leipzig: Am Samstag ist ein heftiges Unwetter über die Region gezogen. Quelle: dpa
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Leipzig

Am Samstagnachmittag ist ein heftiges Unwetter mit Starkregen über Leipzig und weite Teile Mitteldeutschlands hinweggezogen. Nach Angaben der Feuerwehr kam die Messestadt dabei glimpflich davon: Bis zum frühen Abend habe es nur fünf kleinere Einsätze gegeben. Von Verletzten oder größeren Schäden war zu diesem Zeitpunkt nichts bekannt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Unwetterwarnung vom Nachmittag mittlerweile wieder aufgehoben.

Der starke Niederschlag sorgte dennoch für Behinderungen. So lief die Straßenbahn-Unterführung in der Jahnallee voll. Ursache war offenbar ein verstopfter Abfluss, der von der Feuerwehr bereinigt wurde. Vorübergehend konnten keine Bahnen über die Trasse von und nach Westen fahren. Kurz vor Konzertbeginn waren davon vor allem Grönemeyer-Fans betroffen. Darüber hinaus wurde das Holi-Festival auf der Alten Messe abgebrochen, weil das Gelände schnell unter Wasser stand.

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Die Straßenbahn-Unterführung in der Leipziger Jahnallee ist am Samstag bei dem Unwetter voll Wasser gelaufen. Ursache war offenbar ein verstopfter Abfluss, der von der Feuerwehr bereinigt wurde. Vorübergehend konnten keine Bahnen über die Trasse von und nach Westen fahren.

Heftige Gewitter gab es am Samstag auch in anderen Regionen Sachsens, wobei lokal Unwetter mit Hagel tobten. Besonders heftig traf es nach Angaben DWD den Raum Chemnitz, das Erzgebirge, Vogtland und die Gegend um Kamenz und Bautzen in Ostsachsen. Größere Schäden wurden zunächst nicht bekannt.

Gegen Abend flaute das Wettergeschehen allmählich wieder ab. Verursacht wurde es durch Sommerhitze mit Temperaturen um 30 Grad sowie schwülwarme Luft. In Dresden wurden 31 Grad gemessen, in Leipzig 28 und Chemnitz 27.

Bei der Bundesgartenschau (Buga) im brandenburgischen Rathenow erschlug ein herabstürzender 25 Zentimeter dicker Ast am Samstagabend einen 49-jährigen Mann. Das Buga-Gelände wurde zunächst geschlossen. Zuerst müssten die Gewitterschäden beseitigt werden, sagte Buga-Sprecherin Amanda Hasenfusz am Sonntag.

In Dresden nutzten viele Menschen das schöne Wetter für eine Fahrt mit einem Radddampfer auf der Elbe. „Es war ein Supertag. Wir hoffen, dass es noch eine Weile so weitergeht“, sagte Marketing-Chef Robert Rasch von der Sächsischen Dampfschiffahrt. Die Chancen dafür stehen jedoch nicht gut, denn nach einem kurzen Gastspiel macht der Sommer erst einmal Pause.

Am Sonntag soll sich  dem Wetterdienst zufolge zwar noch ab und an die Sonne zeigen, von nächster Woche an müssen sich die Sachsen aber wieder auf Jacken einstellen. „Zum Wochenbeginn verabschiedet sich der Sommer vorerst“, sagte Meteorologe Thomas Hain. Mit der sogenannten Schafskälte erreiche das Thermometer nur noch etwa 18 Grad, es bleibe jedoch trocken.

Erste Vorboten des Unwetters hatten sich in Nordrhein-Westfalen gezeigt: Am Freitagabend zog ein schweres Unwetter über den Westen Deutschlands, ein Blitz verletzte dabei sechs Menschen.

maf (mit dpa)

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