Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Handwerkstag: Zustimmung und Kritik zu Mehrwertsteuersenkung
Region Mitteldeutschland

Handwerk in Sachsen begrüßt Mehrwertsteuersenkung

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:09 30.06.2020
Die sächsischen Handwerker begrüßen die Mehrwertsteuersenkung, kritisieren jedoch die damit einhergehenden, bürokratischen Hürden. (Symbolbild) Quelle: Patrick Seeger/dpa
Anzeige
Dresden

Die Handwerker in Sachsen begrüßen die auf den Weg gebrachte Senkung der Mehrwertsteuer, allerdings gibt es auch Kritik. Generell finde der Beschluss Zustimmung, teilte der Handwerkstag in Dresden mit. Die Senkung könnte für mehr Aufträge und Umsätze in den Betrieben sorgen, die in den vergangenen Wochen und Monaten coronabedingt massive Einbrüche hinnehmen mussten. Davon seien besonders Unternehmen betroffen gewesen, die zeitweise nicht öffnen durften. Dem Handwerkstag gehören gut 56 000 Betriebe in Sachsen an.

Unternehmen dürfen über Differenz selbst entscheiden

„Betriebsinhaber sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie die Mehrwertsteuer an die Kunden weitergeben, ins Unternehmen investieren oder den eigenen Beschäftigten als Prämie überweisen“, sagte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer. Ein wichtiges politisches Ziel der temporären Mehrwertsteuersenkung sei es, Verbraucher zu ermuntern, ohnehin geplante Großanschaffungen vorzuziehen und damit die Binnenkonjunktur noch in 2020 deutlich zu beleben.

Anzeige

Ein Wermutstropfen sei die mit der Senkung verbundene Bürokratie, hieß es. So mussten Registrierkassen aufwendig umgerüstet werden. Im Eiltempo mussten demnach Kalkulationen, Rechnungen und Preisschilder überarbeitet und Buchhaltungssysteme umprogrammiert werden. Es gebe eine Fülle von Varianten zur Abrechnung.

16 statt 19 Prozent Steuer

Der Bundestag hatte am Montag beschlossen, dass vom 1. Juli an die Mehrwertsteuer, die bei jedem Einkauf anfällt, für ein halbes Jahr nur noch 16 statt 19 Prozent beträgt. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, sinkt von 7 auf 5 Prozent.

Von RND/dpa

Anzeige