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Mitteldeutschland Herbst macht ernst: Temperatursturz ab Montag, Altweibersommer lässt auf sich warten
Region Mitteldeutschland Herbst macht ernst: Temperatursturz ab Montag, Altweibersommer lässt auf sich warten
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13:48 30.08.2019
Hochsommerliches T-Shirt-Wetter ist erstmal vorbei: Pünktlich zum meteorologischen Herbststart gibt es einen Temperatursturz und einen Sonne-Regen-Mix zum Wochenstart. Quelle: dpa
Leipzig

Punktlandung für den Herbst, der am 1.September meteorologisch beginnt: Am Sonntag stellt sich die Wetterlage komplett um und lässt die Temperaturen regelrecht abstürzen. Zuvor dreht aber der Hochsommer an diesem Wochenende nochmal richtig auf und bringt am Sonnabend schwülheiße 32 Grad im Raum Leipzig. Umso mehr werden viele den Herbsteinbruch als kleinen Kälteschock empfinden: Die Temperaturen gehen um bis zu 15 Grad zurück, die jetzigen Nachtwerte werden zu Tageshöchsttemperaturen.

Temperaturen stürzen regelrecht ab

„Was für ein wildes Wetter-Wirrwarr. Am Freitag und Sonnabend gibt´s im ganzen Land noch einmal Sonne satt. Doch im Laufe des Sonntags beziehungsweise am Montag stürzen die Temperaturen ins Bodenlose“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Am Alpenrand werden dann kaum noch 10 Grad erreicht. Sonst maximal 20 Grad.

Winterüberraschung in den Alpen

Die erste Winterüberraschung wird bereits in den Alpen erwartet: Hier kann es ab 1700 Meter sogar Schnee geben. „Der Herbst gibt also einen ordentlichen Einstand“, so Jung. Hintergrund: Am Sonntag beginnt für die Meteorologen schon der Herbst: „Wir rechnen die Jahreszeiten aus statistischen Zwecken immer in vollen Monaten ab“, so Jung.Der kalendarische Herbstanfang fällt in diesem Jahr auf den 23. September.

Erster Bodenfrost zur Wochenmitte möglich

Zur Wochenmitte hin kann es in höheren Muldenlagen sogar Bodenfrost geben. „Ob es dann zum ersten Septemberwochenende noch kühler und auch mal überall nasser wird, ist noch offen. Da sind sich die Wettermodelle noch total uneinig und die Spanne reicht von Vollherbst bis Spätsommer“, dämpft Jung Erwartungen auf ein schnelles Sommerwetter-Comeback.

In Leipzig drohen am Sonntag heftige Gewitter

Im Raum Leipzig muss man am Sonntag im Tagesverlauf mit teils heftige Gewittern rechnen, die auch Unwetterpotenzial haben. Nach den zunächst erst sonnig-heißen 31 Grad gibt es am Montag gerade mal noch 20 Grad bei einem Mix aus Sonne und Wolken mit Regenschauern. Und dabei bleibt es für den Rest der Woche.

Altweibersommer frühestens ab Monatsmitte

Vom langen Sommerfinale bis in den September hinein – noch letzte Woche in Wettermodellen schon mal prophezeit – ist vorerst also nichts zu sehen. „Ein schöner warmer Altweibersommer ist nicht in Sicht. Aber das muss nichts heißen, meistens kommt der eh erst in der zweiten Monatshälfte“, so Jung. Und da besteht tatsächlich Hoffnung: Die Langzeitwetterprognose vom US-Wetterdienst NOAA und dem Europäischen Wettermodell verspricht insgesamt einen eher zu warmen und trockenen Herbst.

Hurrikan Dorian bedroht Florida

Das wird ein heftiger Brummer: Hurrikan Dorian zieht mit derzeit 165 km/h im Gepäck auf Florida zu. Am Wochenende soll er bei Miami auf Land treffen. Quelle: US-Wetterdienst NOAA / wetter.net

Ein ganz anderes Wetterthema beherrscht dagegen aktuell die USA. Hier braut sich vor Florida ein Hurrikan der zweithöchsten Gefahrenstufe 4 zusammen. Am Wochenende soll er bei Miami an Land gehen. In Florida wurde bereits der Notstand ausgerufen.

Spitzenböen von 165 km/h und mehr

„Aktuell hat der Hurrikan Dorian Spitzenböen um 165 km/h im Gepäck. Er könnte auf seinem Weg nach Florida noch etwas an Fahrt zunehmen. Das wird sehr ernst: Dorian bringt heftigen Sturm und Regen mit. Zudem ist wieder mit meterhohen Wellen zu rechnen. Das wird ein lebensgefährliches Naturschauspiel“, so Jung. Viele Menschen bringen sich derzeit in Sicherheit oder verbarrikadieren ihren Wohnungen und Häuser.

Von Olaf Majer

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