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Mitteldeutschland IG-Metall-Bezirk bekommt erstmals eine Frau als Chefin
Region Mitteldeutschland IG-Metall-Bezirk bekommt erstmals eine Frau als Chefin
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13:37 14.01.2020
Übernimmt am 1. Oktober die leitung des IG-Metall-Bezirks Berlin-Btrandenburg-Sachsen: Birgit Dietze, Quelle: Michael Kappeler/dpa
Berlin

Die IG Metall in Berlin, Brandenburg und Sachsen wird ab Herbst erstmals von einer Frau geleitet: Birgit Dietze (46), bisher IG-Metall-Chefin in Berlin, übernimmt am 1. Oktober den Posten der Bezirksleiterin des wichtigsten IG-Metall-Bezirks im Osten. Olivier Höbel (63), der den Posten seit 2004 innehatte, legte am Dienstag sein Amt aus Altersgründen nieder. Bis dahin wir der Bezirk kommissarisch von Stefan Schaumburg (58) geleitet.

„Wir haben mit Birgit Dietze eine erfahrene ostdeutsche Frau gewonnen, mit der eine längerfristige Führung und weitere Stärkung des Bezirks gewährleistet wird“, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann nach der Ernennung der. „Zudem war es uns auch ein Anliegen, dass im Kreis der Bezirksleiter wieder eine Frau vertreten ist.“

Einziger Frau in reiner Männerriege

Die sieben Bezirksleiter der Gewerkschaft sind derzeit ausnahmslos Männer. Die einzige Frau, die es bisher an die Spitze eines Bezirks schaffte, war Jutta Blankau. Die hatte von 2005 bis 2011 den Bezirk Küste geleitet – und wechselte dann in die Politik. Unter Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) wurde sie Umweltsenatorin in Hamburg.

Dietze, die am kommenden Montag 47 wird und ein Kind hat, wuchs in Ost-Berlin auf. Ihre berufliche Karriere startet sie nach Abschluss der POS im Wendejahr 1989 beim damaligen VEB Elektroprojekt und Anlagenbau Berlin (Elpro). Bereits im selben Jahr trat sie in die IG Metall ein. Vor einem Jahr wurde die Ost-Berlinerin, die nach der Ausbildung zur Industriekauffrau noch Volkswirtschaft und Jura studierte, dann zur Ersten Bevollmächtigte der Gewerkschaft in Berlin. Jetzt steigt sie zur Bezirksleiterin auf.

Höbel saß bei Kenia-Verhandlungen in Dresden mit am Tisch

Höbel hatte seit 2004 an der Spitze des Gewerkschaftsbezirks gestanden. In Sachsen hatte er zuletzt sogar über die Kenia-Koalition mitverhandelt. Er saß in Dresden für die SPD mit am Tisch. Nach LVZ-Informationen hatte er schon damals den Wunsch geäußert, beruflich kürzer zu treten. In einem Abschiedsbrief an die Mitglieder im Bezirkschrieb er nun: „Die Kraft und die Zeit eines jeden Einzelnen ist begrenzt. Das gilt auch für mich.“ Deshalb solle nun eine jüngere Generation übernehmen.

Von Frank Johannsen

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