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Mitteldeutschland KFZ-Handwerker streiken am Mittwoch in Leipzig – Dresdner Kollegen wollen folgen
Region Mitteldeutschland KFZ-Handwerker streiken am Mittwoch in Leipzig – Dresdner Kollegen wollen folgen
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12:29 04.06.2019
Streikende Mitglieder der Gewerkschaft IG Metall (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

Wer sein Auto am Mittwoch in der Messestadt in eine KFZ-Werkstatt bringen will, muss mit verschlossenen Toren rechnen. Denn nach gescheiterten Tarifverhandlungen ruft die IG Metall nun alle Mitarbeiter von KFZ-Betrieben in Leipzig zum Warnstreik auf. Wie es in einer Stellungnahme der Gewerkschaft heißt, wollen unter anderem die Beschäftigten der Autohäuser von Audi, BMW, Volkswagen, MAN sowie des Mercedes-Benz Stern Auto Centers ihre Arbeit niederlegen und um 11.30 Uhr an einer gemeinsamen Demonstration teilnehmen. Diese soll von der Richard-Lehmann-Straße bis zum Völkerschlachtdenkmal führen.

In Dresden gab es am Dienstag eine Aktionskonferenz der Gewerkschaft. Wie Verdi-Sprecher Jens Kiehle gegenüber der LVZ sagte, sei auch dort ein Streik angedacht. „Der wird allerdings nicht morgen stattfinden. Wir sind basisdemokratisch organisiert und befragen dazu erst einmal unsere Mitglieder“ so Kiehle. Dass auch in der Landeshauptstadt demnächst gestreikt werde, sei aber sicher.

Die IG Metall fordert in den Tarifverhandlungen insgesamt fünf Prozent mehr Entgelt für die Mitarbeiter der Autohäuser und eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 60 Euro. „Es geht um die Wertschätzung der Arbeit und die faire Beteiligung der Beschäftigten an den Unternehmenserträgen. Qualität hat eben ihren Preis“, sagte Gewerkschaftssprecher Steffen Reißig. Die Tarifbindung erhöhe die Attraktivität der Arbeitgeber und müsse zum Gütesiegel der Branche werden. „Nur so lassen sich die hausgemachten Nachwuchsprobleme perspektivisch lösen“, so Reißig weiter.

Die IG Metall verhandelt laut eigener Angaben mit dem Arbeitgeberverband „Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe“ (TG MDK). Von einem Neuabschluss der Tarifverträge könnten rund 37.000 Beschäftigte in 3.400 Betrieben profitieren, da sich viele Kfz-Betriebe an den Tarifergebnissen der Branche orientieren, hieß es am Dienstag.

Von Matthias Puppe

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