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Mitteldeutschland Kretschmer: Nord Stream 2 muss weitergebaut werden
Region Mitteldeutschland

Kretschmer: Nord Stream 2 muss weitergebaut werden

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20:34 05.09.2020
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer ist gegen einen Baustopp der Gaspipeline. Quelle: Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/
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Schwarzenberg

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich gegen Forderungen nach einem Baustopp für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gewandt. „Nord Stream 2 muss weitergebaut werden“, sagte der CDU-Politiker am Samstag. „Wir sind aufeinander angewiesen, wir brauchen diese Zusammenarbeit.“

Zur Vergiftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny sagte der CDU-Politiker am Samstag bei einem Termin bei Schwarzenberg (Erzgebirgskreis): „Das ist eine furchtbare Tat, die aufgeklärt werden muss. Aber erst muss sie aufgeklärt werden, bevor jetzt Konsequenzen gefordert werden.“

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„Baustopp wäre ein Fehler“

Nord Stream 2 soll Gas von Russland nach Deutschland transportieren. Nach dem Giftanschlag auf Nawalny waren Rufe lautgeworden, das Projekt zu stoppen. So forderte etwa der CDU-Wirtschaftsexperte Friedrich Merz, der für den Parteivorsitz kandidiert, einen zweijährigen Baustopp. „Das ist auf jeden Fall ein Fehler“, sagte Kretschmer.

Mehr zum Thema: Nord Stream-Aus wegen Nawalny? Deutschland sollte sich hüten!

Der Ministerpräsident argumentierte: „Was die wirtschaftliche Zusammenarbeit angeht, muss man sagen: Wir haben Jahrzehnte hinter uns, in denen zwei Blöcke an die Zähne bewaffnet mit Atomwaffen sich gegenübergestanden haben. Und trotzdem gab es diese wirtschaftliche Zusammenarbeit und diese Verlässlichkeit.“

Nawalny mit Nervengift Nowitschok vergiftet

Die Bundesregierung betrachtet es nach Untersuchungen eines Speziallabors der Bundeswehr als zweifelsfrei belegt, dass Nawalny mit dem militärischen Nervengift Nowitschok vergiftet wurde. Der Oppositionspolitiker war am 20. August auf einem Flug in Russland plötzlich ins Koma gefallen und später auf Drängen seiner Familie in die Berliner Charité verlegt worden. Deutschland und Frankreich forderten Russland am Freitag noch einmal gemeinsam zur Aufklärung der Vergiftung Nawalnys auf.

Von RND/dpa