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Mitteldeutschland Dresden erhält neue Fraunhofer-Zentren
Region Mitteldeutschland Dresden erhält neue Fraunhofer-Zentren
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19:57 11.02.2019
Aufwind für den Wissenschaftsstandort Sachsen: Dresden soll mit zwei neuen Fraunhofer-Instituten zu einem Zentrum für Künstliche Intelligenz (KI) werden. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Dresden

Aufwind für den Technologiestandort Dresden: Die Fraunhofer-Gesellschaft hat am Montag offiziell zwei neue Forschungszentren gegründet. Im Beisein von Bundeswissenschaftsministerin Anja Karliczek und Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) verkündete Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer in Dresden den Aufbau der Forschungskomplexe.

Großer Neubaukomplex geplant

In Planung befindet sich zum einen das Fraunhofer-Zentrum für Kognitive Produktionssysteme (CPS), das die industrielle Anwendung von künstlicher Intelligenz in den Mittelpunkt stellt. Wandlungsfähige Produktionstechnik soll im neuen CPS gerade für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt werden. Die Fraunhofer-Gesellschaft will das CPS auch am Standort Chemnitz betreiben, um die Kompetenzen beider Wissenschaftsregionen zu bündeln (DNN berichteten). „Unsere Arbeitswelt wird in Zukunft noch stärker von Digitalisierung geprägt sein“, sagte Karliczek. „Damit wir auch dann im globalen Wettbewerb vorn dabei sein können, brauchen wir starke Impulse für die Produktionstechnologie. Die Fraunhofer-Gesellschaft stellt sich mit der Gründung des CPS dieser Aufgabe.“

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Welf-Guntram Drossel, Geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, stehen anlässlich der Gründungsveranstaltung im Fraunhofer-Zentrum für Kognitive Produktionssysteme nebeneinander. Quelle: dpa

Schon jetzt wird das Forschungszentrum auf den Weg gebracht, die Planungen des Neubaukomplexes unweit der Informatik-Fakultät der TU Dresden laufen. Rund 3600 Quadratmeter Nutzfläche soll das Forschungszentrum bieten, davon 1400 Quadratmeter für Versuchsfelder und Labors. Im CPS werden planmäßig 155 Arbeitskräfte tätig sein, über 100 Stellen will die Fraunhofer-Gesellschaft neu schaffen. Einige Forschungsmitarbeiter werden aus dem Dresdner Fraunhofer-Institut übernommen. Die Errichtung des Zentrums wird von Bund, Land und EU mit Mitteln in Gesamthöhe von 40 Millionen Euro gefördert. Davon sind rund 15 Millionen Euro für die Erstausstattung des CPS veranschlagt.

Überdies verkündete die Fraunhofer-Gesellschaft am Montag den Aufbau eines zweiten Zentrums: Am neuen Center for Explainable and Efficient AI Technologies (CEE AI) wollen die TU Dresden und die Fraunhofer-Gesellschaft eng zusammenarbeiten. Schwerpunkte des CEE AI sind die Forschung zur künstlichen Intelligenz sowie Nachwuchsförderung, Lehre und Hilfe beim Ausgründen von Unternehmen. Damit sollen unter anderem die Branchen Maschinenbau und Mikroelektronik gestärkt werden.

Netzwerk mit TU Dresden

Das Zentrum funktioniert als Netzwerk, es bedarf keiner neuen Infrastruktur in Form eines Neubaus. Ab sofort wird das CEE AI aktiv. Es umfasst auf Seiten der TU das Exzellenzcluster „Zentrum für Taktiles Internet“ und weitere Lehrstühle. Auf Seiten der Fraunhofer-Gesellschaft ist vorwiegend das Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS vertreten. Die Leitung des CEE AI übernehmen TU-Professor Dr. Frank Fitzek sowie Prof. Dr. Jens Lehmann vom Fraunhofer IAIS.

Fraunhofer-Chef Neugebauer sieht dem weiteren Aufbau der neuen Zentren mit Optimismus entgegen: „Mit der Gründung der beiden Forschungszentren werden wir die Forschung im strategisch wichtigen Bereich ,Kognitive Systeme’ weiter vorantreiben.“

Von Junes Semmoudi

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