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Mitteldeutschland Leipziger wollen zum 1. Mai in Chemnitz demonstrieren
Region Mitteldeutschland Leipziger wollen zum 1. Mai in Chemnitz demonstrieren
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20:25 26.04.2018
Zum 1. Mai werden in Chemnitz Aufzüge einer rechten Partei und Gegenproteste erwartet. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig/Chemnitz

Zum 1. Mai wird in Chemnitz ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz sein. Grund dafür ist, dass neben den Gewerkschaften und demokratischen Bündnissen auch die Neonazi-Partei „Der 3. Weg“ einen Demonstrationszug angemeldet hat.

Deswegen will auch das Aktionsbündnis „Leipzig nimmt Platz“ nach Chemnitz fahren und ein Zeichen gegen Rechts setzen. „Wir reisen gemeinsam von Leipzig mit dem Zug an und unterstützen die Demonstration des Bündnisses Chemnitz Nazifrei“, sagte Anne Kämmerer von der Grünen Jugend laut einer Mitteilung von "Leipzig nimmt Platz" vom Donnerstag.

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Die Route der Partei „Der 3. Weg“ sei nicht zufällig gewählt, hieß es zudem. Unter anderem führe der Weg an einer kurdischen Bäckerei vorbei, deren Fassade Anfang des Jahres mit Hakenkreuzen beschmiert worden war.

Störungen nicht ausgeschlossen

Nach derzeitiger polizeilicher Lagebeurteilung könnten Störungen rund um die Veranstaltungen nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizeidirektion Chemnitz am Donnerstag mit. Demnach sei das Einsatzziel, einen friedlichen Verlauf zu gewähren. Der Fokus liege auf der Trennung entgegenstehender Versammlungen.

Den Angaben zufolge wird die Chemnitzer Polizei von anderen sächsischen Dienststellen, der Bundespolizei sowie der Bereitschaftspolizei aus Bayern und Nordrhein-Westfalen unterstützt. Der Einsatz soll von einem Polizeihubschrauber aus geleitet werden. Zusätzlich würden drei stationäre Kameras zur Überwachung aufgestellt. Wasserwerfer sollen für den Ernstfall bereitstehen.

Gewerkschaften gegen Rechts

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und mehr als 25 weitere Organisationen wollen auf ihrer Kundgebung in Stadtzentrum ein Zeichen gegen Rechts setzen. Hauptredner werden Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), DGB-Chef Markus Schlimbach und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) sein.

„Es soll in Sicht- und Hörweite der Nazidemonstration vielfältiger, bunter Protest gelebt werden“, hieß es in dem Aufruf der Gewerkschaften und ihrer Partner. Zu der Demo der Neonazi-Partei werden nach Gewerkschaftsangaben bis zu 1500 Teilnehmer erwartet.

jhz (mit dpa)