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Mitteldeutschland Letzter Sommertag in Leipzig: Noch mal 25 Grad – dann kommt Sonne-Regen-Mix
Region Mitteldeutschland Letzter Sommertag in Leipzig: Noch mal 25 Grad – dann kommt Sonne-Regen-Mix
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17:43 14.10.2019
Goldener Oktober mit sommerlichen Temperaturen: Auch am Dienstag gibt es noch einmal Sonne satt und warmes T-Shirt-Wetter. Quelle: dpa
Leipzig

Es ist verrückt: Mitten im Oktober scheint der Hochsommer zurück zu sein. Am Wochenende wurde wie erwartet an vielen Orten die 25-Grad-Marke geknackt. Den höchsten Wert gab es in Baden-Württemberg in Ohlsbach. Dort wurden 27,7 Grad gemessen. Damit fehlten nur 2,3 Grad bis zum Erreichen der 30-Gard-Marke. Dann wäre es sogar schon ein Hitzetag gewesen.

Für Oktober ungewöhnliche Wärme

„Wir erleben derzeit eine für Oktober ungewöhnliche Wärme. Allerdings kam es gerade in den vergangenen Jahren immer wieder vor, dass es im Oktober noch einmal sehr warm war“, sagt Meteorologe Dominik Jung vom Portal Wetter.net. So wurden im Oktober 2018 sogar bis zu 29 Grad gemessen.

Trend: Richtig kalt wird’s nicht

Auch am Dienstag knacken wir in Leipzig noch einmal die 25-Grad-Marke: Damit ist das Temperaturkriterium für einen klassischen Sommertag erfüllt. Es wird aber der voraussichtlich letzte Sommergruß sein. Ab Mittwoch wird es wechselhafter, in der Nacht gibt es im Raum Leipzig etwas Regen. Der Mittwoch ist dann trocken bei einem Sonne-Wolken-Mix, aber die Tageshöchstwerte liegen nur noch um die 16 Grad. „Bis zum Wochenende bleibt es wechselhaft mit Sonne, Wolken und Schauer im Wechsel. Aber richtig kalt wird es nicht“, sagt Meteorologe Jung.

Grüne Weihnacht derzeit wahrscheinlicher als Schnee

Bleibt uns also der nass-graue Herbst oder gar ein früher Wintereinbruch erspart? „Das sieht ganz danach aus“, so Jung. Der Oktober könnte trotz des kühlen Monatsstarts zu warm ausfallen. Im Langzeittrend sind November und Dezember ebenfalls zu warm: Laut Prognose könnten die letzten beiden Monate des Jahres mit einem bis zwei Grad über dem normalen Jahresdurchschnitt ausfallen. Grüne Weihnachten sind also derzeit eher wahrscheinlich, als eine weiße Winter-Wunderlandschaft.

Volle Körbe: Pilzsammler sprechen bereits von einem Traumherbst. Quelle: Olaf Majer

Pflanzen entwickeln „Frühlingsgefühle“

Die milde Witterung hat übrigens auch Folgen für die Natur: Pilzsammler sprechen bereits von einem Traumherbst – selten waren die Körbe so voll, wie in diesem Jahr. Doch auch viele Bäume spielen verrückt und entwickeln Frühlingsgefühle. „Es ist gut möglich, dass Pflanzen irritiert sind und noch einmal austreiben“, sagt Dominik Jung.

Freiland-Erdbeeren noch im November

Allerdings: Warme Oktober waren auch in den letzten Jahren keine Seltenheit mehr, die Natur scheint sich allmählich dem anzupassen. So reiften im letzten Jahr im November auf eine Freilandplantage in Südhessen plötzlich noch einmal die Erdbeeren. Und Winzer lassen oft ihre Trauben in höheren Lagen länger an den Rebstöcken hängen als früher üblich.

Droht bei Mildwinter erneut Sturmgefahr?

Sollte es tatsächlich einen weiteren Mildwinter geben, dann hätte das neben geringeren Heizkosten aber auch negative Folgen: So steigt bei Westwetterlagen die Sturmgefahr. „Bei Westwetterlagen kann auch schnell mal ein heftiges Sturmtief dabei sein und uns direkt treffen. Das Risiko für Stürme ist bei einer längeren Westwetterlage tatsächlich recht hoch“, warnt Jung.

Von Olaf Majer

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