Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Linke-Chef: Sachsen steht durch Flüchtlinge vor Gesellschaftswandel
Region Mitteldeutschland Linke-Chef: Sachsen steht durch Flüchtlinge vor Gesellschaftswandel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:05 12.09.2015
Rico Gebhardt auf dem Landesparteitag der Linken in Neukieritzsch. Bis zum Sonntag diskutieren die rund 200 Delegierten auch über die strategische Ausrichtung. Quelle: dpa
Anzeige
Neukieritzsch

Sachsens Linke-Chef Rico Gebhardt will angesichts von Wahlverlusten und schwindenden Mitgliederzahlen die Oppositionspolitik „neu erfinden“. „Es sind Mittel und Wege, Methoden und Schwerpunktsetzung, die wir hinterfragen müssen“, erklärte Gebhardt am Samstag auf dem Landesparteitag in Neukieritzsch bei Leipzig. „Dieser Parteitag schlägt die Pflöcke ein, wie wir uns inhaltlich-strategisch und personell in den kommenden Jahren aufstellen wollen“.

Der 52 Jahre alte Gebhardt stellt sich zur Wiederwahl als Landeschef - bislang ohne Gegenkandidat. Bis zum Sonntag diskutieren rund 200 Delegierte über den Leitantrag mit der Formel „Wo wir stehen und worauf wir aufbauen.“ Zur Eröffnung sprachen GDL-Chef Claus Weselsky und die Landesvorsitzende der GEW, Ursula-Marlen Kruse.

Anzeige

Ein Dringlichkeitsantrag befasst sich zudem mit der Asylpolitik. „Wir müssen Menschen, die zu uns kommen, in unsere Gesellschaft aufnehmen“, mahnte Gebhardt. Gleichzeitig betonte er, dass Sachsen in den nächsten Jahren vor einem tiefgreifenden Gesellschaftswandel stehe. „Wir müssen vermitteln, dass dieser Prozess eine Chance ist und keine Bedrohung.“

Die Linke in Sachsen erreichte bei der Landtagswahl im August 2014 mit 18,9 Prozent den zweiten Platz hinter der CDU.

LVZ