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Mitteldeutschland Mehr Mitglieder in Jugendfeuerwehren Sachsens - Rückgang bei den Erwachsenen
Region Mitteldeutschland Mehr Mitglieder in Jugendfeuerwehren Sachsens - Rückgang bei den Erwachsenen
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14:42 21.01.2017
Jugendfeuerwehr Quelle: dpa
Dresden

Die Jugendfeuerwehren in Sachsen haben ihre Mitgliederzahlen gesteigert. «Im Großen und Ganzen sieht es recht gut aus», sagte der Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes Ramón Arnold. Seit dem Tiefpunkt im Jahre 2009 mit 9545 Mitgliedern sei die Zahl der Mädchen und Jungen in den Wehren ständig gestiegen. So lag ihre Zahl Ende 2015 bei etwa 12 500, das seien etwa 400 mehr als im Vorjahr gewesen. Neuere Zahlen lägen noch nicht vor. Vor allem das persönliche Engagement der Jugendwarte in den Wehren und die Kampagne des Innenministeriums «Helden gesucht» hätten sich ausgezahlt.

Die Kampagne richte sich an Jugendliche und Eltern, um wieder mehr junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern.
Außerdem seien rechtliche Grundlagen für spezielle Kinderfeuerwehren geschaffen worden, welche es mittlerweile in vielen Orten gebe, sagte Arnold.

Schwierig sei es, die jüngeren Aktiven bei der Stange zu halten, so Arnold. Beim Beginn einer Lehre außerhalb des Wohnortes, beim Eintritt ins Berufsleben oder bei der Gründung einer Familie träten einige aus den Feuerwehren aus.

Einen leichten Mitgliederrückgang gebe es bei den Freiwilligen Feuerwehren. Ein Grund sei die Altersstruktur. So habe es im Jahr 2015 bei den Erwachsenen 42.840 Aktive gegeben, im Jahre davor seien es 44.116 gewesen. «Einen Notstand haben wir aber noch nicht.» Freiwillige Feuerwehren, die tagsüber nicht ausreichend besetzt seien, würden durch andere Feuerwehren ersetzt. Damit sei die Sicherheit rund um die Uhr gewährleistet.

Einen Appell richtete Arnold an die Industrie und Wirtschaft. Sie seien wie jeder Bürger auf eine schlagkräftige Feuerwehr angewiesen und könnten hierzu einen wertvollen Beitrag leisten, sagte Arnold. Zum Beispiel durch die Freistellung von Arbeitnehmern für Einsätze und Ausbildung. Dafür gebe es finanzielle Unterstützung von den Städten und Gemeinden. Den Firmen könnten die Feuerwehrmitglieder auch den Vorteil bieten, am Arbeitsplatz für den Brandschutz nützlich zu sein.

Neben den 2300 Freiwilligen Feuerwehren in Sachsen gibt es derzeit acht Berufsfeuerwehren sowie eine Reihe von Werkfeuerwehren.

LVZ

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