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Mitteldeutschland Mittelsächsischer Arbeitsmarkt: Döbeln trotzt dem Trend
Region Mitteldeutschland Mittelsächsischer Arbeitsmarkt: Döbeln trotzt dem Trend
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13:50 31.07.2019
In Mittelsachsen stand im Juli für mehr Menschen als noch im Vormonat der Gang zum Arbeitsamt an. Quelle: dpa
Region Döbeln/Mittelsachsen

Auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Mittelsachsen schafft es die Region Döbeln alleinig dem Trend zu trotzen. Während die Arbeitslosenquote nach Angaben der Agentur für Arbeit im Juli im Vergleich zum Vormonat zwar unverändert bei 5,2 Prozent liegt, stehen unterm Strich genau 140 Arbeitslose mehr als noch im Juni. Nur die Region Döbeln kann im Vergleich zu den vier anderen Geschäftsstellenbezirken im Landkreis einen leichten Rückgang verzeichnen – 20 als arbeitslos gemeldete Menschen weniger als noch im Juni gab es.

Arbeitslosenquote in Döbeln am höchsten

Im Bezirk Döbeln sind insgesamt 1.935 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 263 weniger als im Juli des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 5,9 Prozent und ist damit im Vergleich die höchste im Landkreis Mittelsachsen. „Die geringste Arbeitslosenquote hat Rochlitz mit 3,7 Prozent. Danach folgen Flöha mit 3,8 Prozent, Hainichen mit 4,3 Prozent und Freiberg mit 4,9 Prozent“, wie die Agentur für Arbeit mitteilt.

Für Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg, ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli kein Anlass zur Besorgnis. Vielmehr sei die Zunahme saisonbedingt zu erklären. „„Aufgrund des Schul- und Ausbildungsendes melden sich saisonbedingt in den Sommermonaten verstärkt junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos. Viele wissen schon, wie es nach der Sommerpause weitergeht“, so Heine. Auch weiteren durch andere Umstände Betroffenen bescheinigt Heine gute Chancen auf eine Anschlussbeschäftigung.

140 Lehrstellen in Döbeln unbesetzt

Der Gesamtbestand an Arbeitsstellen liegt nach Angaben der Behörde derzeit bei 3.057 Stellen und bewegt sich damit fast auf dem Vormonatsniveau. Mit 769 Angeboten bestehen aktuell die meisten Beschäftigungsmöglichkeiten in der Leiharbeit, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe (512), dem Baugewerbe (279) sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen (270).

Auf dem Ausbildungsmarkt sind mit 636 – davon 140 in der Region Döbeln – noch fast die Hälfte aller gemeldeten Stellen unbesetzt. „Gute Chancen bestehen im Metallbereich (57), im Hoch- und Tiefbau (40), im Maschinenbau (28), im Handel (21) oder auch in der Gastronomie (17)“, verdeutlicht Susan Heine. „Besonders wichtig ist, dass sich Jugendliche Alternativen zu ihrem Wunschberuf überlegen.“ Denn besonders gefragt sind Stellen im Verkauf, Büromanagement, Einzelhandel und als KFZ-Mechatroniker. Letztlich kann der Markt die Nachfrage jedoch nicht bedienen.

Von André Pitz

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