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Mitteldeutschland Närrisches Wetter: Am Rosenmontag droht Sturmgefahr – Umzüge in Gefahr?
Region Mitteldeutschland Närrisches Wetter: Am Rosenmontag droht Sturmgefahr – Umzüge in Gefahr?
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08:10 27.02.2019
Sturmfrisuren im Faschingsumzug garantiert: Am Rosenmontag werden Böen bis zu 90 km/h erwartet. Quelle: Dpa
Leipzig/Wiesbaden

Windbeutel sind neben Pfannkuchen als Schlemmerei bei Narren sehr beliebt. Doch in diesem Jahr müssen die Jecken eher einen gefährlichen Faschingssturm verdauen. Ausgerechnet für den Rosenmontag, traditionell der wichtigste Tag im Straßenkarneval an Rhein und Main, drohen Sturmböen von bis zu 90 km/h selbst im Flachland. Auch in Sachsen, wo in Eilenburg der regional größte Rosenmontagsumzug stattfindet, müssen die Narren genauer auf die Wetterprognosen schauen: Hier sind in den Modellen Sturmböen von bis zu 80 km/h vorhergesagt.

Rosenmontag drohen Absagen für Umzüge!

Das wird ein stürmischer Konfetti-Regen: Am Rosenmontag drohen im Flachland Böen von 80 bis 90 km/h, auf den Bergen sogar bis zu 110 km/h Quelle: wetter.net

Aus Westen zieht ein Sturmtief auf und das hat es sich in sich. Es bringt im Lauf des Rosenmontags Sturmböen bis ins Flachland. „Allerdings ist es aktuell noch zu früh, um etwas Genaues über den exakten zeitlichen Verlauf des Sturmtiefs sagen zu können. Auf jeden Fall bringt es auch sehr wechselhaftes Wetter mit teils kräftigen Regengüssen mit. Die Veranstalter sollten die Entwicklung der Wetterlage in den kommenden Tagen ganz genau beobachten“, rät Jung.

Mittwoch Hitze-Rekord möglich, dann Absturz

In jedem Fall endet aber abrupt das sonnige Frühlingserwachen, das uns am Dienstag und Mittwoch rekordverdächtige Temperaturen von über 20 Grad beschert. „Spannend wird es am Mittwoch. Erreichen wir die 23,1 Grad die im Februar 1900 in Jena gemessen worden sind? Dann würde es einen neuen Allzeit-Rekord für den Monat Februar geben“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Leipziger Rosensonntags-Umzug: Es wird nass und windig

Ab Freitag legt der Februar-Frühling dann allerdings einen Crash hin: Bei Werten um die 10 Grad wird es nasskalt, in höheren Lagen gibt es wieder Schnee und Schneeregen. „Der bevorstehende Wettersturz wird sich heftig anfühlen“, so Jung, „vom Voll-Frühling geht es dann im Eiltempo in nasse, windige und deutlich kühlere Zeiten.“ Auch die Leipziger Narren müssen sich bei ihrem Rosensonntags-Umzug eher warm schunkeln: Bei Werten um die 11 Grad wird es nass und windig. Immerhin: Der Sturm zeigt sich hier gnädig, mehr als 50 km/h sind laut Prognose am Sonntag im Raum Leipzig kaum drin.

Viel Regen: Regional drohen Hochwasser

Doch nicht nur der Wind wird zum Start in die Faschingswoche ein Thema sein: Es kommt auch verstärkt Regen auf. In den Staulagen der süddeutschen Mittelgebirge und der Alpen sind 50 bis 100 Liter Niederschlag möglich und das bei Tauwetter bis in die höheren Lagen. Jung warnt: „Damit steigen die Flusspegel rasch an und es droht regional eine Hochwasserlage. Kurzum: Mit dem Monatswechsel scheint sich eine typische Westwetterlage einzustellen mit Regen, viel Wind und recht milden Temperaturen.“

 

Von Olaf Majer

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