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Mitteldeutschland Neue Bildungsempfehlung: Leipzig und Dresden müssen Gymnasien aufstocken
Region Mitteldeutschland Neue Bildungsempfehlung: Leipzig und Dresden müssen Gymnasien aufstocken
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10:07 16.01.2017
An Sachsen Gymnasien könnten bald deutlich mehr Schüler lernen. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig/Dresden

Das Kultusministerium rechnet mit Hunderten zusätzlichen Schülern an sächsischen Gymnasien aufgrund der neuen Bildungsempfehlung. „Insbesondere Leipzig und Dresden müssen ihre Kapazitäten an den Gymnasien weiter ausbauen, es werden zusätzliche Gebäude sowie An- und Neubauten nötig sein“, sagt Ressortchefin Brunhild Kurth (CDU) der LVZ.

Hintergrund ist die Neuregelung der Bildungsempfehlung für die fast 30.000 Viertklässler. Das sächsische Oberverwaltungsgericht hatte die bisherige Praxis als verfassungswidrig eingestuft. Demnach galt für einen Wechsel von der Grundschule ans Gymnasium ein Notenschnitt von mindestens 2,0 in den Fächern Mathematik, Deutsch und Sachkunde als Voraussetzung. Wurde dieser nicht erreicht, konnten Eltern ihre Kinder für Aufnahmeprüfungen anmelden. Das war alljährlich etwa 400 Mal der Fall, wobei nur ein geringer Teil den Test bestand. Ab diesem Jahr haben die Eltern das letzte Wort – egal wie die Noten sind.

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Liegt keine Empfehlung für das Gymnasium vor und sollen die Kinder dennoch dorthin wechseln, müssen die Viertklässler einen unverbindlichen Leistungstest absolvieren und die Eltern zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch.

Im Ministerium wird von Zuwächsen zwischen 400 und 600 Schülern ausgegangen. Dagegen rechnet die SPD-Bildungsexpertin Sabine Friedel mit einem stärkeren Anstieg: „Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern besagen, dass die Quote für das Gymnasium um etwa zehn Prozent steigen kann.“ Das würde bis zu 1500 Schüler bedeuten.

Mehr in der aktuellen Montagsausgabe der Leipziger Volkszeitung und im Interview dem Landeselternratsvorsitzenden

Andreas Debski