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Mitteldeutschland Neue Hoffnung für MZ: Motorradbauer findet Geldgeber
Region Mitteldeutschland Neue Hoffnung für MZ: Motorradbauer findet Geldgeber
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19:36 06.01.2011
Von Markus Werning
Die Chancen für eine Wiederaufnahme der MZ-Motorradproduktion sind wieder gestiegen. Quelle: Volkmar Heinz
Leipzig

Eine Bank habe die Pläne der Firmenleitung geprüft und sei bereit, die Finanzierung der Serienfertigung von Rollern und Motorrädern zu übernehmen. Die endgültige Kreditzusage in Millionenhöhe hänge aber davon ab, ob der Freistaat Sachsen eine Landesbürgschaft übernehme, sagte Wimmer weiter. Der dafür nötigen Unterlagen habe er bei der Landesregierung eingereicht. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, wir können nur abwarten.“

Wimmer warb eindringlich um die Hilfe des Freistaates Sachsen. Durch die Serienfertigung von Rollern und Motorrädern könne sich die Zahl der Mitarbeiter im Laufe des Jahres von 31 auf mehr als 60 verdoppeln. „Das hängt von der Landesbürgschaft ab“, sagte Wimmer. „Es geht um Arbeitsplätze in dieser Region.“ Allerdings dränge die Zeit. "Wir brauchen noch im Januar eine Entscheidung der Landesregierung, damit wir loslegen können“, sagte der ehemalige Rennfahrer. Im März beginne die Motorrollersaison. Deshalb müsse MZ bald mit der Serienfertigung beginnen, wenn das Unternehmen die Händler rechtzeitig mit Modellen beliefern wolle.

MZ hatte die Motorradfertigung im Herbst 2008 eingestellt. Der damalige Eigentümer, der Konzern Hong Leong aus Malaysia, wollte das Werk wegen anhaltender Verluste verkaufen oder schließen. Anfang 2009 übernahm Wimmer zusammen mit seiner Frau Martina Häger und seinem ehemaligen Rennfahrerkollegen Ralf Waldmann das Unternehmen. Seitdem verhandelt der MZ-Geschäftsführer mit möglichen Geldgebern und musste den Start der Motorradproduktion deshalb immer wieder verschieben. Sachsens Landesregierung hatte sich in der Vergangenheit grundsätzlich zur Übernahme einer Bürgschaft bereit erklärt. Dafür hätte aber die Finanzierungszusage einer Bank vorliegen müssen.

Markus Werning

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