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Mitteldeutschland Neuer Gedenk-Pavillon soll an gesprengtes Schloss Rötha bei Leipzig erinnern
Region Mitteldeutschland Neuer Gedenk-Pavillon soll an gesprengtes Schloss Rötha bei Leipzig erinnern
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16:29 19.06.2013
Auf dem ehemaligen Schlossareal in Rötha soll ein Pavillon als Erinnerungsort gebaut werden. Den ersten Platz des Architekturwettbewerbs holte sich das Büro Ilg.Friebe.Nauber. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Heute. Morgen.“ mit Unterstützung der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig auf dem ehemaligen Schlossareal einen Pavillon als Erinnerungsort bauen. Während der DDR-Zeit wurde das Schloss 1969 gesprengt und das Areal mit einer Betonplatte versiegelt.

Wann der Pavillon errichtet wird, ist noch nicht klar. Das zweigeschossige Bauwerk mit einem sandfarbenen Ziegelmauerwerk soll rund 1,5 Millionen Euro kosten. Die Beschaffung dieser Fördermittel ist laut dem Vorsitzenden des Fördervereins, Christian Steinbach, nicht das Problem. Er betonte am Mittwoch aber: „Der Förderverein wird nicht eher mit der Grundsteinlegung beginnen, bis wir wissen, wie wir den Pavillon dauerhaft bewirtschaften können. Das kostet jährlich 100 000 Euro.“ Woher das Geld für Betrieb kommen soll, müsse noch geklärt werden.

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In der Gedenkstätte soll es ein zentral gelegenes „Verbündetenzimmer“ geben, das der Nachbau des früheren Speisezimmers im Schloss ist. Steinbach bezeichnete den Raum als „Juwel“ des Gebäudes. In der zweiten Etage soll eine Bibliothek mit 5000 Bänden Platz finden.

Die Adelsfamilie von Friesen residierte seit Ende des 16. Jahrhunderts in dem Schloss. Ein in München lebender Nachkomme steuert für das „Verbündetenzimmer“ Mobiliar bei. Weitere historische Gegenstände sind derzeit noch in unterschiedlichen Museen ausgestellt. Sie wurden vor der Sprengung aus dem Schloss entfernt. Das „Verbündetenzimmer“ soll ab Herbst zu sehen sein, im Oktober folgt dann ein Festakt zum Jahrestag der Völkerschlacht.

Den Entwurf des Pavillons steuert das Leipziger Architektenbüro „Ilg.Friebe.Nauber“ bei. Es gewann den ersten Preis im Wettbewerb „Zukunft durch Erinnerung“ für den Bauplan des Erinnerungsortes.

dpa