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Mitteldeutschland Neuer Rekord: 17.000 Besucher beim Rockharz-Festival
Region Mitteldeutschland Neuer Rekord: 17.000 Besucher beim Rockharz-Festival
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15:07 06.07.2018
Rockharz 2018. Besuch aus dem hohen Norden: Amorphis aus Finnland. Quelle: Susanne Richter
Ballenstedt

Das Rockharz-Festival im Schatten von Teufelsmauer und Brocken feiert sein 25-Jähriges - und kann einmal mehr neue Rekorde verbuchen. 54 Bands sind nach Ballenstedt (Sachsen-Anhalt) gekommen, 17.000 Besucher tanzen und lümmeln auf dem abermals gewachsenen Areal - und trotz der Erweiterung war das Rockharz erneut schon viele Wochen vor seinem Beginn ausverkauft.

Von Folk über Hardrock bis Heavy- und Death Metal – beim Rockharz 2018 bespielen 54 Bands an vier Tagen das Festivalgelände. Auch mit 17.000 Besuchern bleibt das Rockharz das Genussfestival mit familiärem Charakter. Fotos: Susanne Richter.

Die Liste der Gratulanten liest sich wie ein „Who is Who“ der härteren Musikszene, die sich auf zwei Bühnen zwischen Folk, Heavy und Death Metal, Hard- und Deutschrock auslebt. Ob es nun Mille Petrozza mit der Thrash-Legende Kreator („Es ist einfach geil, wieder hier zu sein - happy Birthday, Rockharz!“) ist, oder die Charts-Metaler Hammerfall, In Flames und Powerwolf sind, genauso die nicht ganz so groben Bannkreis, Erdling, Schandmaul oder Letzte Instanz. Und während beispielsweise Cannibal Corpse, Exodus oder Sodom für den entsprechenden Trümmerfaktor sorgen, verzweifeln Paradise Lost an sich und umarmen Eisregen die Untoten, aber da ist es schon weit nach Mitternacht. Den Tanz- und Hüftschwung bedienen Bands wie Eisbrecher, der ein Stammgast auf dem Rockharz ist, genauso Amorphis, Trollfest, Ensiferum, Crematory oder Alestorm auf ihre jeweils eigene Spielart.

Erfolgsgeheimnis Genussfaktor

Während andernorts Veranstaltungen, auch wegen der inzwischen zu verzeichnenden Vielzahl, mit Besucherrückgängen zu kämpfen haben, kennt das Rockharz nur eine Richtung: Den Weg nach oben - inzwischen ist das Festival, das einst im Westharz als Punkkonzert mit hundert Besuchern begann, in der ersten Liga angekommen und zählt zu den Top 5 in Deutschland.

Das Erfolgsgeheimnis liegt wahrscheinlich in der Ausrichtung und am Genussfaktor: Als ein Familientreffen für Leute zwischen 7 und 77 Jahren. Nicht wenige Besucher sind schon ergraut, was bei einem härteren Festival kaum alltäglich ist, reisen paarweise oder auch mit Kindern an, für die es auf dem Gelände eine eigene Betreuung fernab der lauten Bühnen gibt.

Wachstum nicht unendlich

Trotz der alljährlich steigenden Nachfrage können die Veranstalter, die inzwischen mit dem Summer Breeze in Mittelfranken kooperieren, das Festival kaum noch wachsen lassen. Am Freitag und Sonnabend waren selbst die zusätzlichen Tagestickets schon vorab vergriffen. Irgendwann hat das Wachstum allerdings ein Ende - die Atmosphäre soll nicht dem Kommerz geopfert werden. Rockharz-Macher Thorsten „Buddy“ Kohlrausch erklärt: Das Festival soll vor allem Spaß machen und nicht in Gigantomanie ausarten. „Die Leute sollen sich bei uns wohlfühlen. Wir wollen die familiäre Stimmung nicht durch Größe kaputt machen.“ Hinzu komme: Fast alle sind Hobby-Organisatoren.

Top-Acts für 2019

Für das nächste Rockharz Open Air im Jahr 2019 sind sogar schon einige Top-Acts bestätigt, unter anderem Children of Bodom, Epica, Cradle of Filth, Dragonforce, Overkill, Mono Inc., Grand Magus, Nailed to Obscurity, Wintersun und Night Flight Orchestra. Frühbucher-Tickets gibt es ab Montag, 9. Juli 2018, um 15 Uhr.

Von Andreas Debski

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