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Mitteldeutschland Neuer Schwung Polarluft: Erste Ferienwoche wird noch kälter
Region Mitteldeutschland Neuer Schwung Polarluft: Erste Ferienwoche wird noch kälter
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12:09 04.07.2019
Immerhin: Es bleibt weiter sonnig, aber dafür wird’s noch kälter. Der Juli hat bislang keine weitere Hitzewelle im Angebot. Quelle: Nicolas Armer/dpa
Leipzig

Den Start in die erste Ferienwoche haben sich wettertechnisch viele sicher anders vorgestellt: Statt erfrischenden Badetagen am See gibt es kühle Polarluft mitten im Juli. Stellenweise droht nachts sogar Bodenfrost: In Deutschneudorf im Erzgebirge wurden am Donnerstag Morgen minus 2 Grad gemessen! In Leipzig war es mit 7 Grad am Boden und 10 Grad im zwei Meter Höhe ebenfalls sehr frisch.

Pullover am Morgen weiter nötig

Und der Pullover am Morgen wird weiter nötig bleiben: „Ab Sonntag kommt dann sogar nochmal ein neuer Schwall kalte Luft nach Deutschland und so wird es auch im Süden tagsüber deutlich kühler werden“, sagt Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net. Die 20-Grad-Marke wird dann kaum noch überschritten.

In Leipzig kühl – aber weiterhin extrem trocken

Auch im Raum Leipzig wird es kaum noch über die 20-Grad-Marke gehen. Nachts bleibt es bei 10 bis 12 Grad frisch. Die Ensemble-Vorhersage lässt für Ostdeutschland sogar noch mehr Spielraum zu – bis zu kühlen 15 bis 18 Grad zur Wochenmitte. Ein Trostpflaster aber bleibt immerhin: Alle, die Ausflüge planen, bleiben trocken. Die Regenprognose liegt bis Ende nächster Woche bei fast null. Was wiederum schlecht für Landwirte und Kleingärtner ist: Die Trockenheit wird sich weiter verschärfen.

Das Quelle: wetter.net

Schon Herbst an der Ostsee?

Schlechte Karten haben derzeit leider auch Ost- und Nordsee-Urlauber: An der Küste gibt es kühles Schauerwetter, die Temperaturen liegen zwischen 15 und 18 Grad, dazu bläst ein strammer Wind. „Das fühlt sich eher herbstlich statt sommerlich an“, so Jung. Besser gewählt haben dagegen Reisende mit dem Ziel Österreich oder Italien: Hier bleibt es angenehm warm, in Italien sogar heiß.

„Der Sommer ist bei uns heruntergefahren und das ganz schön deftig. Noch am Sonntag wurden beim Finale des Hitze-Junis bis zu 40 Grad gemessen und nun kann man schon die dicke Jacke wieder rausholen“, bilanziert Meteorologe Jung.

Hoch Winnie liegt ungünstig und bremst Mittelmeerhitze aus

Wo aber bleibt die Wärme, wo ist die Hitze hin? „Die heißen Luftmassen liegen rund ums Mittelmeer“, sagt Jung. Bei uns kommt etwas davon am Freitag und Samstag an. Daher kann es dann auch mal im Südwesten 30 bis 32 Grad geben. Im Raum Leipzig ist der Sonnabend mit rund 27 Grad nochmals ein nahezu perfekter Badetag.

Danach aber geht es für alle runter, die kühle Luft erreicht auch den Süden. Meteorologe Jung: „Es scheint, als wolle der Juli in Sachen Sommerwetter nicht so wirklich in die Gänge kommen. Die Lage des Hochs ist weiterhin ungünstig. Hoch Winnie bringt uns zwar oft Sonnenschein, aber es liegt eben für richtig warme bis heiße Temperaturen denkbar ungünstig. Es leitet uns kühle Luftmassen zu.“

Erwärmung erst wieder ab zweiten Juli-Wochenende

So heiß der Juni geendet ist, ebenso kalt startet nun der Juli. „Von einer neuen Hitzewelle bei uns ist erst einmal nichts zu sehen“, dämpft Jung die Aussicht auf schnelle Besserung. Eine deutliche Erwärmung sei vor Monatsmitte nicht in Sicht. Kleiner Hoffnungsschimmer: Am zweiten Juli-Wochenende könnte es mit den Temperaturen wieder aufwärts gehen.

Von Olaf Majer

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