Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Grüne kritisieren Polizei nach „Pegida“-Demonstration und Gegenprotest
Region Mitteldeutschland

„Pegida“-Demo und Gegenprotest in Dresden: Grüne kritisieren Polizei

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:13 18.08.2020
Eine Demonstration des Pegida-Bündnisses auf dem Theaterplatz (Archivbild). Quelle: epd-bild/Matthias Schumann
Anzeige
Dresden

Die Grünen-Fraktion im Dresdner Stadtrat hat die polizeiliche Darstellung des Demonstrationsgeschehens in der Stadt am Montagabend kritisiert. Es habe erneut eine „eklatante Ungleichbehandlung der Demonstrationen“ des rassistischen „Pegida“-Bündnisses und verschiedener Protestgruppen gegeben, erklärte die Fraktion am Dienstag in Dresden. Dass in der Polizeimeldung zu den Ereignissen von Rangeleien die Rede sei und davon, dass zwei Gruppen hätten getrennt werden müssen, mache viele Beteiligte „fassungslos“.

Eskalation und Provokation seien erneut von „Pegida“ ausgegangen, betonte die Fraktion. Deren Teilnehmer hätten Gegendemonstranten angegriffen, zudem habe „Pegida“-Chef Lutz Bachmann dazu aufgerufen, „sich auf die Versammlungsfläche der Gegendemonstration zu begeben“. Zugleich habe die Polizei „mit harten Einsätzen“ gegen Gegendemonstranten und „willkürlich wirkenden Maßnahmen zur Feststellung der Identität zur weiteren Anspannung der Lage“ beigetragen. Auch auf Twitter berichteten zahlreiche Nutzer von Gewalt durch die Polizei.

Anzeige

Die Polizeidirektion Dresden hatte am Montagabend von einer „Rangelei zwischen Teilnehmern der beiden Versammlungen“ berichtet, die von Einsatzkräften getrennt worden seien. Blockadeversuche durch Gegendemonstranten seien „unter Anwendung unmittelbaren Zwangs unterbunden“ worden. Nach dem „Pegida“-Aufzug hätten sich Teilnehmer „offenbar nach Aufforderung eines Redners“ in Richtung des Gegenprotestes bewegt. Einsatzkräfte hätten die Beteiligten getrennt. Insgesamt wurden demnach neun Strafanzeige gefertigt.

Von epd