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Mitteldeutschland Plädoyers im Prozess gegen Mitglied von Oldschool Society
Region Mitteldeutschland Plädoyers im Prozess gegen Mitglied von Oldschool Society
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12:10 05.07.2019
Facebook-Seite der OSS. (Archivfoto) Quelle: LVZ
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Dresden

Im Prozess gegen einen ehemaligen Angehörigen der rechtsextremen Gruppierung „Oldschool Society“ (OSS) am Oberlandesgericht Dresden haben Generalstaatsanwaltschaft und Verteidigung Bewährungsstrafen wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gefordert. Der 39-Jährige habe die OSS im August 2014 mitgegründet, ihr bis zur Auflösung im Mai 2015 angehört und sie aktiv unterstützt, sagte Staatsanwalt Tobias Uhlemann. Er sei aber nur ein Akteur der dritten Reihe gewesen, seine Schuld im Vergleich zu anderen gering.

Uhlemann plädierte auch wegen des Geständnisses auf ein Jahr und sechs Monate, die zur Bewährung für die Dauer von drei Jahren ausgesetzt werden sollten. Die Verteidigung forderte ein Jahr auf Bewährung.

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Beim Staatsschutzsenat des OLG Dresden läuft seit Februar ein zweites Strafverfahren gegen zwei weitere mutmaßliche OSS-Mitglieder - wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung sowie der Vorbereitung von Brand- und Nagelbombenanschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte.

Im März 2017 waren vier andere OSS-Mitglieder vom Oberlandesgericht München zu drei bis fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach sie der Gründung einer terroristischen Vereinigung und Mitgliedschaft schuldig. Nach Überzeugung des Staatsschutzsenats wollten sie Anschläge auf Asylbewerberunterkünfte verüben, um Flüchtlinge aus Deutschland zu vertreiben.

 

Von Thomas Pfaffe