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Mitteldeutschland LKW-Kontrollen: 160 Regelverstöße innerhalb weniger Stunden in Sachsen
Region Mitteldeutschland LKW-Kontrollen: 160 Regelverstöße innerhalb weniger Stunden in Sachsen
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21:45 12.09.2019
Polizeikommissarin Christin Peters filmt bei einer Verkehrsüberwachung aus einem Reisebus auf der A 4 einen LKW. Die sächsische Polizei beteiligte sich mit rund 500 Beamten an etwa 60 Kontrollstellen am bundesweiten Aktionstag zur Kontrolle von Lastwagen.   Quelle: Robert Michael/dpa
Leipzig/Dresden

Sie sind gefährlich - und es werden immer mehr. Täglich fahren allein in Sachsen deutlich über 9000 Busse und LKW auf Sachsens Autobahnen, 50 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Um die Risiken dieser massiven Blechkarawane einzudämmen, hatte die Polizei am Donnerstag bundesweit „Brummis im Blick“. An der Verkehrsaktion beteiligten sich allein in Sachsen rund 500 Beamte an 60 Kontrollstellen, wie das Innenministerium mitteilte.

Unfälle meist mit schlimmen Folgen

„Gerade im Transitland Sachsen ist die Überwachung des zunehmenden Schwerlast- und Güterverkehrs eine wichtige und komplexe Aufgabe der Polizei“, sagte Innenminister Roland Wöller (CDU) bei einer Kontrolle am Autobahnrasthof Dresdner Tor an der A 4. Dabei ging es um die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten, um Ladungssicherung aber auch um technische Mängel.

„Gerade Unfälle mit schwer beladenen Lastwagen oder voll besetzten Bussen haben meist weitreichende Folgen. Unsere Kontrollen sollen deshalb dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.“ An Thüringer Autobahnen waren fünf Kontrollpunkte eingerichtet. Unterstützt wurden die Beamten vom Zoll, der Bundespolizei, der Verkehrsüberwachung und durch Polizeihubschrauber.

Hunderte Fahrzeuge mit Regelverstößen

Bis zum Nachmittag wurden an der A 4 und der A 14 in Sachsen rund 500 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei wurde 160 Mal gegen geltende Regeln verstoßen. Die meisten Vergehen waren laut Innenministerium falsch gesicherte Ladungen, Geschwindigkeitsverstöße und nicht eingehaltene Lenk- und Ruhezeiten. In sieben Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt, ein Berufskraftfahrer musste sogar seinen Führerschein abgeben.

Seit Jahresbeginn registrierte Sachsen Polizei bei reichlich rund 9000 Fahrzeugkontrollen im Bereich des Schwerlastverkehrs mehr als 5000 Verstöße. Ein Drittel davon entfiel auf technische Mängel an Lenkung, Bremsen oder Beleuchtung.

36 Todesopfer nach LKW-Unfällen

An den bis Nachmittag kontrollierten 140 Fahrzeugen auf Thüringens Autobahnen wurden 82 Verstöße registriert, davon 16 wegen zu hoher Geschwindigkeit und 14 wegen mangelnder Ladungssicherung. Zwei Fahrzeugführer waren verkehrsuntüchtig und sieben Brummis wurde die Weiterfahrt untersagt, wie die Landespolizeidirektion mitteilte.

Unfälle mit Bussen und Lastkraftwagen haben oft schwere Folgen. Kamen dabei auf sächsischen Straßen im Jahr 2017 insgesamt drei Menschen ums Leben, so waren 2018 bereits 14 Verkehrstote zu beklagen. Auch die Zahl der Schwerverletzten stieg von 141 im Jahr 2017 auf 158 im letzten Jahr. Thüringenweit gab es im vorigen Jahr 771 Unfälle, bei denen LKWs beteiligt waren. 22 Menschen kamen bei solchen Unfällen ums Leben und rund 1000 wurden verletzt.

Grüne fordern mehr Verkehrspolizei

Die Verkehrsüberwachung sollte nach Ansicht der sächsischen Grünen eine Selbstverständlichkeit sein. „Doch in den vergangenen sechs Jahren mussten die Verkehrspolizeiinspektionen einen Stellenabbau von knapp zehn Prozent verkraften“, kritisierte die Verkehrspolitische Sprecherin Katja Meier. Angesichts anschwellender Güterströme müsse von der geplanten Aufstockung von 1000 Stellen bei der Landespolizei auch die Verkehrspolizei profitieren, was bisher nicht geplant sei, so die Abgeordnete. „Wer an der Sicherheit im Straßenverkehr spart, gefährdet die Gesundheit der Menschen in Sachsen.“

Im Transitland Deutschland werden 70 Prozent aller Güter mit Lastwagen befördert, bei steigender Tendenz. Berufskraftfahrer stünden oftmals unter hohem Zeit- und Kostendruck, räumte ein Ministeriumssprecher in Dresden ein und fügte hinzu: „ Sie tragen jedoch wegen der Größe und Schwere ihrer Fahrzeuge eine besondere Verantwortung für die eigene und für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer.

Von Winfried Mahr

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