Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Prozess in Leipzig: Bundesverwaltungsgericht verhandelt erneut über Elbvertiefung
Region Mitteldeutschland Prozess in Leipzig: Bundesverwaltungsgericht verhandelt erneut über Elbvertiefung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:21 29.05.2020
Polizeiwagen standen Freitagmorgen vor dem Leipziger Bundesverwaltungsgericht. Das Gericht verhandelt zur Elbvertiefung.
Polizeiwagen standen Freitagmorgen vor dem Leipziger Bundesverwaltungsgericht. Das Gericht verhandelt zur Elbvertiefung. Quelle: Dirk Knofe
Anzeige
Leipzig/Hamburg

Das Bundesverwaltungsgericht hat sich am Freitag erneut mit der umstrittenen Elbvertiefung in Hamburg befasst. Verhandelt wurden die Klagen von Umweltschützern gegen die ergänzten Planungen für das Großprojekt (Az.: BVerwG 7 A 1.18).

Abgesichert wurde das Gerichtsgebäude am Morgen von einer Vielzahl Polizisten. Etwa ein Dutzend Einsatzwagen standen aufgereiht vor dem Komplex am Simsonplatz im Leipziger Zentrum.

Pläne nachgebessert

Das Gericht in Leipzig hatte die Pläne für die Elbvertiefung 2017 in einem ersten großen Urteil weitgehend bestätigt, allerdings den Planfeststellungsbeschluss wegen einzelner Naturschutzprobleme für rechtswidrig erklärt.

Seitdem wurden die Planungen nachgebessert. Die Umweltschutzverbänden BUND und Nabu bezweifeln, dass die nun vorgesehenen Maßnahmen ausreichen, die Eingriffe in die Natur wirksam auszugleichen.

Urteil am Donnerstag erwartet

Die Bauarbeiten zur Elbvertiefung haben 2019 bereits begonnen. Der Fluss soll so ausgebaut werden, dass Containerriesen mit einem Tiefgang bis zu 13,50 Meter unabhängig von der Flut und bis zu 14,50 Meter auf der Flutwelle den Hamburger Hafen erreichen können. Zudem sollen bessere Möglichkeiten geschaffen werden, dass die Schiffe einander beim Ein- und Auslaufen passieren können.

Die Hafenwirtschaft setzt große Hoffnungen in die 700 bis 800 Millionen Euro teure Elbvertiefung. Ein Urteil will das Bundesverwaltungsgericht voraussichtlich nächsten Donnerstag verkünden.

Von LVZ/jhz