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Mitteldeutschland Post zieht 460 E-Scooter aus dem Verkehr
Region Mitteldeutschland Post zieht 460 E-Scooter aus dem Verkehr
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15:14 20.03.2019
Ein Streetscooter Work XL der Deutschen Post DHL. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Leipzig/Teuchern

Rückschlag für die Deutsche Post: Eigentlich wollte sie mit ihrem Elektro-Lieferwagen Streetscooter den Markt für E-Transporter aufmischen. Doch jetzt muss das Unternehmen Hunderte der selbst gebauten Fahrzeuge vorerst aus dem Verkehr ziehen. Es besteht Brandgefahr. Konkret geht es um den Typ Work L des Transporters mit Baujahr 2018, berichtet das ARD-Magazin „Plusminus“ am Mittwoch (21.45 Uhr im Ersten).

Die Post reagiert damit auf zwei Brände in fast fabrikneuen Fahrzeugen dieses Typs im vergangene November: Kurz nacheinander fing zunächst in Singen in Baden-Württemberg ein Streetscooter Feuer, elf Tage später passierte am 14. November dasselbe in Teuchern, Ortsteil Runthal, im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Die Feuerwehr hatte Probleme, den Brand in den Griff zu bekommen, da hochgiftige Fluorwasserstoffe austraten.

Batterie fing Feuer

„Die Brände gingen jeweils von der Batterie aus“, sagte Post-Sprecher Andreas Edenhofer dem vom MDR produzierten ARD-Magazin. „Ursächlich sind mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Vorlieferanten nicht durchgeführte Verbindungsschweißungen in den Traktionsbatterien.“ Die Post habe daraufhin eine interne Untersuchung eingeleitet – und stufte am Ende 460 Fahrzeuge des Typs als potenziell brandgefährdet ein. Insgesamt hat die Post rund 9000 Streetscooter im Einsatz.

„Wir haben unsere Niederlassungen angewiesen, diese Fahrzeuge bis auf weiteres außer Betrieb zu nehmen und vorläufig durch andere Fahrzeuge zu ersetzen, um unsere Zustellerinnen und Zusteller keinem Risiko auszusetzen“, erklärte die Post gegenüber „Plusminus“. Die betroffenen Wagen sollen überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden.

SPD fordert Konsequenzen für Feuerwehr

Rüdiger Erben, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, begrüßte die Entscheidung der Post. Zugleich forderte er eine bessere Vorbereitung der Feuerwehr auf solche Batteriebrände wie in Teuchern. „Es gibt noch immer keine einheitlichen Handlungsempfehlungen, was das geeignetste Löschmittel ist“, kritisierte er. „Die Verunsicherung in den Feuerwehren ist nach dem Brand in Teuchern groß. Dem muss jetzt zügig begegnet werden.“

Beim Streetscooter Work L handelt es sich um eine etwas größere Variante des seit 2016 gebauten Streetscooter Work. Das Modell mit höherem und längerem Kastenaufbau wurde im September 2016 auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover präsentiert. 2017 folgte dann der noch größere Streetscooter Work XL, der gemeinsam mit Ford entwickelt wurde. Hersteller Streetscooter selbst ist eine 100-prozentige Post-Tochter.

Von Frank Johannsen

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