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Mitteldeutschland Racing to Borna: Inlineskaten auf der neuen A 72
Region Mitteldeutschland Racing to Borna: Inlineskaten auf der neuen A 72
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19:09 02.08.2019
LVZ-Redakteur André Böhmer testet den neuen Teilabschnitt der A72 – auf Inlinern.
LVZ-Redakteur André Böhmer testet den neuen Teilabschnitt der A72 – auf Inlinern. Quelle: Jens Paul Taubert
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Rötha

Grünes Licht für Inline-Skater auf dem neuen Teilstück der A72 von Rötha nach Borna am Freitag. Vor den Autofahrern durften die Sportler ran. LVZ-Vizechefredakteur André Böhmer hat für LVZ.de die Strecke getestet, hier sein Bericht.

Das Wetter

Ideal, leicht über 20 Grad, Sonne und Wolken im Mix, deshalb beste Sicht auf Energie-Giganten wie Lippendorf und Tourismus-Perlen wie den Hainer See. Gott sei Dank nur leichter Wind, der aber noch eine Rolle spielen sollte...

Die Ausrüstung

Weil ich die Strecke nicht kenne, ziehe ich lieber alle Protektoren auf. Wäre zwar ein Arbeitsunfall, aber muss ja nicht sein. Dazu Helm, Sonnenbrille und das LVZ-Shirt vom Firmenlauf. Und weil ich für LVZ.de noch einen Film machen soll, kommt die Go-Pro-Kamera vor die Brust, dazu das iPhone am Arm. Und noch zwei Trinkflaschen im Gurt. So ausgerüstet könnten eigentlich auch Marsmännchen losskaten.

LVZ-Redakteur André Böhmer mit Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bei der Eröffnung der A72 bei Leipzig. Quelle: LVZ

Der Start

War eigentlich für 12 Uhr geplant, aber Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig schickt den Pulk (um diese Zeit ca. 70 Skater) schon etwas eher los. Mit guter Laune und besten Wünschen, passiert ja auch nicht alle Tage, dass man als Minister eine Autobahn freigeben kann und freundliche Freizeitsportler um sich hat.

Das Teilnehmer-Feld

Bunt gemixt und alle Altersklassen vertreten. Viele „professionelle“ Skater von Vereinen mit Top-Material und großen Rollen dabei – wie DHfK-Crack Ingo Colbow mit seiner Tochter Rosa – bis hin zu ambitionierten oder gelegentlich Freizeitläufern – wie Sandra aus Rötha, mit der ich die ersten Kilometer gemeinsam unterwegs bin.

Die Strecke

Ausgeschrieben war das Teilstück für 9,5 km. Der Wendepunkt in Borna war aber etwas früher, so dass es hin und zurück laut meiner Runtastic App knapp 15 km waren.

So liegt das neue Teilstück der A 72 Quelle: Patrick Moye

Der Belag

Vom allerfeinsten: glatt und griffig - vor allem zwischen der AS Espenhain und Borna, leicht rubbelig nur kurz hinter Rötha, aber problemlos für alle zu meistern.

Das Profil

Gibt es überhaupt eins, werden Autofahrer jetzt spöttisch fragen. Von wegen, der Inline-Skater merkt jeden Höhenmeter. Bis zur AS Espenhain auf ungefähr der Hälfte so gut wie keine Steigung, danach geht’s schön bergab in eine Senke. Höchstgeschwindigkeit beim Test – Racing to Borna!!

Aber dann der Rückweg, es heißt Beißen bis zur AS Espenhain! Jeder Meter zählt. Wusste gar nicht, dass es hier Berge gibt, dazu doch ein dezenter Gegenwind. Und Rötha grüßt noch von weitem – also doch eine Sportstunde im Redakteurs-Job.

LVZ-Redakteur André Böhmer testet auf Inline-Skates den neuen Abschnitt der A72.  Quelle: Jens Paul Taubert

Die Stimmung

Bestens, alle freuen sich über den einmaligen historischen Augenblick. Diese Chance kommt ja nie wieder. Auf der Rücktour rollen mir auch Mütter und Väter mit Baby-Joggern und Kinderwagen entgegen, ein Nostalgiker fährt mit dem Hochrad auf der Autobahn – die Work-Life-Balance im Südraum stimmt.

Die Zeiten

Unwichtig, der Spaß und das Mitmachen stand für alle im Vordergrund. Ich rolle nach gut 45 Minuten wieder in Rötha ein, da haben die Semi-Profis von der DHfK & Co. schon wieder ihre Top-Skates verpackt...

Viele sind aber noch unterwegs, bis 15 Uhr ist die Autobahn offen, dann kommt der Kehraus.

Am Freitag wurde die Autobahn 72 zwischen Rötha und Borna in eine Richtung für den Verkehr freigegeben.

Das Fazit

Gelungene Aktion, die viele begeistert hat. Die neue Autobahn und den Leipziger Südraum mal anders kennengelernt. Schade nur, dass das nächste und letzte Teilstück der A 72 erst 2026 freigeben werden soll.

Von André Böhmer

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