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Mitteldeutschland Ab Montag: Corona-Notbremse für Schulen und Kitas in drei sächsischen Landkreisen
Region Mitteldeutschland

Sachsen: Schulen und Kitas in drei Landkreisen ab Montag wieder zu

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18:32 18.03.2021
Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen
Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen Quelle: ROBERT MICHAEL/dpa
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Dresden/Leipzig

Das sächsische Kabinett zieht in drei Landkreisen die Corona-Notbremse: In Nordsachsen, im Erzgebirgskreis sowie im Landkreis Zwickau werden Kitas und Schulen in der kommenden Woche wieder geschlossen. Das gaben Sozialministerin Petra Köpping (SPD) und Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Donnerstag in einer Online-Pressekonferenz bekannt. Ausgenommen davon seien jedoch die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen, diese können weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen. In den betroffenen Landkreisen werde eine Notbetreuung eingerichtet. Im Vogtlandkreis – Sachsens Brennpunkt der Corona-Pandemie – sind Schulen und Kindertagesstätten bereits dicht.

Diese Entscheidung sei „wirklich sehr schwer gefallen“, so Köpping, aufgrund der hohen Sieben-Tage-Inzidenz in den betroffenen Landkreis jedoch notwendig. Auch dem Landkreis Meißen könnte die Schließung von Kitas und Schulen bevorstehen: Dort liegt die Inzidenz laut Robert-Koch-Institut am fünften Tag in Folge über der kritischen Marke von 100. Man wolle noch den Freitag abwarten und dann eine Entscheidung treffen, so Piwarz.

Bislang rund 53.500 Schülerinnen und Schüler getestet

Laut Sächsischer Corona-Schutzverordnung sind Schließungen von Kitas und Schulen, aber auch Museen notwendig, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner in einem Kreis an fünf Tagen in Folge über 100 liegt. Ausnahmen könnten gemacht werden, wenn sich das Infektionsgeschehen auf „ein oder mehrere regionale Hotspots“ eingrenzen lasse oder die Inzidenz knapp über 100 liege, aber eine sinkende Tendenz ersichtlich sei.

Auch zu verpflichtenden Schnelltests an Schulen, die seit Mittwoch durchgeführt werden, gab Piwarz Auskunft. Demnach seien bislang rund 53.500 Schülerinnen und Schüler getestet worden, bei 74 habe es einen positiven Befund gegeben. Das sind laut Piwarz „keinerlei erhöhte Zahlen“ gegenüber den freiwilligen Testungen im Januar und Februar. Von 10.700 getesteten Lehrerinnen und Lehrern seien 15 positiv ausgefallen. Es habe bislang „sehr positive Rückmeldungen“ zu den Schnelltests gegeben, so Piwarz.

Von CN