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Mitteldeutschland Sachsen begeht Tag der Deutschen Einheit - FC Landtag will gegen NRW-Kicker antreten
Region Mitteldeutschland Sachsen begeht Tag der Deutschen Einheit - FC Landtag will gegen NRW-Kicker antreten
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13:31 03.10.2013
Feierstunde im Dresdner Landtag zum Tag der Deutschen Einheit.
Feierstunde im Dresdner Landtag zum Tag der Deutschen Einheit. Quelle: dpa
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Dresden

Die Landtagsverwaltung rechnete wie in den Vorjahren mit mehreren Tausend Besuchern. Am Nachmittag wollten die Fußballer des FC Landtages gegen die parlamentarischen Kicker aus NRW antreten.

Parallel präsentierte sich Sachsen auf der zentralen Einheitsfeier in Stuttgart - vor allem als Hort der Kunst. Im Festzelt der Sachsen auf der Ländermeile stellten sich unter anderem die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und weitere Museen vor. Mit kulinarischen Spezialitäten und sächsischen Weinen sollten die Besucher in Stuttgart auf den Geschmack gebracht werden.

Im Landtag erinnerten zunächst Parlamentspräsident Matthias Rößler und Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) an die Zeit der Wende in der DDR. Tillich dankte anderen Bundesländern für ihren Beistand. Sachsen sei stolz auf die Aufbauleistung der vergangenen zwei Jahrzehnte. „Gleichzeitig sind wir dankbar für die solidarische Hilfe, die wir bisher aus ganz Deutschland erfahren haben“, sagte Tillich bei der Feierstunde im Landtag in Dresden. Seinem Empfinden nach spiele die Herkunft „westdeutsch“ oder „ostdeutsch“ immer weniger eine Rolle in Deutschland. Heute sei die Freiheit so selbstverständlich geworden, dass man kaum noch darüber nachdenke. Es sei aber wichtig, Freiheit und Demokratie immer wieder neu zu erringen und sich mit ihr auseinanderzusetzen.

Bischof Reinelt: Tag des Dankes und der Freude

Danach ergriff der frühere katholische Bischof Joachim Reinelt das Wort. Er bezeichnete den Tag der Einheit als „Tag des Dankes und der Freude“: „Eine 40 Jahre währende Zerrissenheit Deutschlands und eine Leidensgeschichte der Ostdeutschen haben diesem Tag den Weg gebahnt. Bevor am 3. Oktober 1990 die Einheit Deutschlands gefeiert werden konnte, wurde das Volk in der DDR seiner Freiheit beraubt, ideologisch erpresst, mit Lüge und Angst in Schach gehalten und um einen verdienten Wohlstand betrogen.“ Reinelt würzte seine Ansprache mit vielen persönlichen Erlebnissen. Der ehemalige Bischof des Bistums Dresden-Meißen ging aber auch auf heutige Anforderungen ein. Die Zukunft Sachsens werde stark davon abhängen, ob der Schwung des Anfangs immer wieder neu entfacht werden könne, sagte er.

„Wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass jeder gut von seiner Arbeit auch leben kann“, betonte Reinelt und forderte Chancengleichheit für alle. „Wir dürfen besonders den Rand der Gesellschaft nicht übersehen. Für uns steht jeder in der Mitte. Auch Wohnungslose, Asylbewerber, Behinderte, Ungeborene haben gleiche Menschenwürde“. Die Missachtung der Ausländer sei eine der traurigsten Entwicklungen in Europa. Mit dem Wunsch nach einem reichen Kindersegen schloss er seine Ansprache: „Ein wieder junges Europa müsste keineswegs der Traum eines alten Mannes bleiben.“

dpa