Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Sachsen kämpft um weltgrößtes Verkehrsforum in Leipzig
Region Mitteldeutschland Sachsen kämpft um weltgrößtes Verkehrsforum in Leipzig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 19.05.2019
Zum diesjährigen Weltverkehrsforums werden ab Mittwoch Verkehrsexperten aus 70 Ländern in Leipzig erwartet. Quelle: Peter Endig/dpa
Leipzig

Das Weltverkehrsforum findet seit 2008 in Leipzig statt – doch eine Fortsetzung über das nächste Jahr hinaus steht auf der Kippe. „Die Entscheidung über den künftigen Standort für das Weltverkehrsforum steht jetzt wieder an. Sachsen kämpft darum, dass es in Leipzig bleibt“, sagt der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) der LVZ, „die Stadt und die Messe haben die vollste Unterstützung des Freistaates, das werden wir in dieser Woche auch in den entsprechenden Gesprächen beim Weltverkehrsforum wieder klarmachen.“

Südkoreaner kommen mit 100-köpfiger Delegation

Die Konkurrenz ist hart, Mitbewerber kommen vor allem aus Asien. Bei der letzten Ausschreibungsrunde hatte sich Leipzig unter anderem gegen Paris, wo bereits das Generalsekretariat – also die die Geschäftsstelle – des Forums sitzt, und Seoul durchgesetzt. Auch diesmal gelten die Südkoreaner als einer der Hauptinteressenten.

Ein Indiz könnte ihre 100-köpfige Delegation sein. Südkorea hat dieses Mal die jährlich wechselnde Präsidentschaft des Treffens inne –und fährt entsprechend groß auf. Verkehrsministerin Kim Hyun Mee reist aus Seoul an und lädt gleich am Eröffnungstag zum großen Empfang in die Glashalle der Neuen Messe. Anschließend gibt sie ein Minister-Dinner für ihre Amtskollegen aus aller Welt im Hotel Westin.

Weltweites Interesse

Der Vertrag mit der Leipziger Messe war zuletzt 2017 verlängert worden und läuft noch bis 2020. Die bisherige Standortwahl ist nicht zuletzt dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zu verdanken gewesen, der vor seiner Zeit in Berlin Oberbürgermeister in Leipzig war.

Jetzt wollen der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig gemeinsam um das weltgrößte Branchentreffen kämpfen, das in Anlehnung an das jährliche Weltwirtschaftsforum in der Schweiz als „Davos des Verkehrs“ bezeichnet wird. Dulig: „Der Wettbewerb um die Ausrichtung läuft weltweit. Da sieht man, in welcher Liga hier gespielt wird. Vor drei Jahren haben wir den Standort Leipzig hart erkämpft.“

1300 Gäste zum Leipziger Verkehrsforum erwartet

Insgesamt werden ab Mittwoch bis zu 1300 Gäste aus mehr als 70 Ländern erwartet. Zugesagt haben bereits 41 Minister und Vize-Minister. Das Messegelände und das angrenzende Congress-Center werden wieder für drei Tage zum Treffpunkt für Verkehrspolitiker, Transportunternehmer und Wissenschaftler, die hier zum Meinungsaustausch zusammenkommen.

Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wird anwesend sein. Daneben kommen ebenfalls Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Vize-Regierungschef Dulig, um sich zu informieren – und für den Standort Leipzig zu werben. „Die Voraussetzungen in Leipzig sind einfach sehr gut und das werden wir auf dem Forum auch wieder deutlich unter Beweis stellen“, erklärt Dulig.

Der Generalsekretär des Treffens, Kim Young Tae aus Südkorea, sieht in dem Forum einen „Magnet für Minister aus aller Welt“. Es sei „kein Zufall“, dass das Weltverkehrsforum nun schon zum zwölften Mal in Leipzig stattfindet, sagt er vor der LVZ: „Die Unterstützung und Gastfreundschaft, die wir als Organisatoren und auch die Minister hier von allen Seiten erfahren, ist großartig. Inzwischen steht der Name Leipzig in aller Welt für das international bedeutendste verkehrspolitische Treffen.”

Von Andreas Debski und Frank Johannsen

Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall hinkt der Osten wirtschaftlich dem Westen hinterher. Viele Ökonomen glauben, dass er nicht weiter aufholen wird. Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) ist hingegen optimistischer.

19.05.2019

Der Bundespräsident reist zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate nach Chemnitz. Diesmal geht es nicht um die rassistischen Übergriffe vom August 2018, sondern um ein gesamtdeutsches Erfolgsprojekt.

19.05.2019

Heiko Anders ist leidenschaftlicher Naturfotograf. Besonders die Wölfe in Mitteldeutschland haben es ihm angetan. Er fährt regelmäßig in acht Wolfsreviere in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, um neue Aufnahmen für das Wolfsmonitoring zu machen. Aus seinen Bildern ist jetzt ein Buch entstanden. Vehement spricht er sich dabei gegen den Abschuss der Tiere aus.

19.05.2019