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Mitteldeutschland Sachsen will leerstehende Wohnungen für Flüchtlinge nutzen
Region Mitteldeutschland Sachsen will leerstehende Wohnungen für Flüchtlinge nutzen
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17:00 06.10.2015
In Sachsen sollen auch leerstehende Wohnungen zur Unterbringung von Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive genutzt werden. (Archivfoto) Quelle: dpa
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In Sachsen sollen auch leerstehende Wohnungen zur Unterbringung von Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive genutzt werden. Das Kabinett beschloss am Dienstag, die Reaktivierung dieses Wohnraums bis Jahresende mit 4,9 Millionen Euro zu fördern. Das Geld wird für Vermieter bereitgestellt, die Landkreisen und Kreisfreien Städten Belegungsrecht für fünf Jahre einräumen, wie Innenminister Markus Ulbig (CDU) sagte. Im Gegenzug erhalten sie eine finanzielle Zuwendung zwischen 3000 und 5000 Euro je nach Fläche, um die Wohnung wieder verfügbar zu machen. Die Ausstattung entspricht dem Wohnraum für Sozialhilfeempfänger, der Mietpreis soll sich an den Kosten der Unterkunft orientieren.

„Es ist ein klares Signal, dass dieser Wohnraum verfügbar gemacht wird“, sagte Ulbig. Landesweit stünden mehr als 200.000 Wohnungen leer, ein Viertel davon könne schnell reaktiviert werden. Landkreise und kreisfreie Städte „erwerben“ vom Vermieter das Recht, Asylbewerber zu bestimmen, denen dieser die Wohnung zu überlassen hat - auch in Absprache mit den Kommunen. „Mit Beschlagnahmung hat das nichts zu tun“, betonte der Minister. Vielmehr gehe es darum, Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive frühzeitig in Wohnungen unterzubringen und besser in ihr neues Umfeld zu integrieren.

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