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Mitteldeutschland Sachsen zahlt nicht für möglichen Kirchentags-Fehlbetrag in Leipzig
Region Mitteldeutschland Sachsen zahlt nicht für möglichen Kirchentags-Fehlbetrag in Leipzig
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11:51 30.05.2017
Tausende Musiker und schaulustige Gäste beim Bläserfest zum "Kirchentag auf dem Weg" in Leipzig.
Tausende Musiker und schaulustige Gäste beim Bläserfest zum "Kirchentag auf dem Weg" in Leipzig.  Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Ein mögliches Minus in den Kassen des Veranstalters des „Kirchentages auf dem Weg“ in Leipzig wird die öffentliche Hand in Sachsen nicht belasten. Das teilte das Kultusministerium am Montag auf LVZ-Anfrage mit. Etwaige Defizite als Folge der enttäuschenden Resonanz auf das dreitägige Christen-Treffen in der Messestadt müsse stattdessen der Verein "Reformationsjubiläum 2017" selber tragen. 

Der Superintendent des Kirchenbezirks Leipzig, Martin Henker, erklärte im LVZ-Interview, es brauche eine „offene, ehrliche und selbstkritische Auswertung“. „Warum so wenige da waren, muss jedenfalls in aller Klarheit besprochen werden“, so Henker.

Als einen möglichen Grund nannte er die abnehmende Attraktivität prominenter Politiker als Kirchentagsgäste. Zudem hätten die Macher womöglich „mit der Vielzahl an Veranstaltungen mehr abgeschreckt, als dass wir sie eingeladen haben“, ergänzte er.

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Der Freistaat hatte sich mit 2,25 Millionen Euro an den Kosten für den Kirchentag beteiligt. Dieses Geld sei „wie üblich teilnehmerunabhängig, als Festbetrag bewilligt“ worden, teilte ein Ministeriumssprecher am Montag mit. Rückforderungen zum Beispiel wegen geringer Teilnehmerzahlen – statt der erhofften 40.000 bis 50.000 Besucher gaben nur rund 7500 Gäste Geld für Tickets aus – seien damit ausgeschlossen.

Die Stadt Leipzig hatte dem Kirchentagsverein Mittel in Höhe von 950.000 Euro zur Verfügung gestellt. Eine Anfrage vom Vormittag an die Leipziger Verwaltung, wie die Kommune die finanzielle Situation des Veranstalters bewertet, blieb am Montag unbeantwortet. 

LVZ