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Mitteldeutschland Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth tritt zurück
Region Mitteldeutschland Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth tritt zurück
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10:43 29.09.2017
Brunhild Kurth (CDU)
Brunhild Kurth (CDU) Quelle: dpa
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Leipzig

Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) tritt zurück. Sie habe ihren Entschluss am Freitagmorgen Ministerpräsident Stanislaw Tillich mitgeteilt, sagte ihr Sprecher. Die Politikerin gab für ihren Schritt private Gründe an. Kurth ist seit 2012 sächsische Staatsministerin für Kultus. Im Jahr 2015 war sie Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Angesichts des Lehrermangels im Freistaat stand sie seit langem in der Kritik.

Wer sie kenne, wisse, dass sie nicht hinwerfe. Und sie „gehe auch nicht im Groll“, schrieb Kurth selbst in ihrem Blog und setzte fort: „Aber jetzt ist es für mich Zeit zu gehen. Es sind allein persönliche Gründe, die mich zu diesem Schritt bewegen. [...] Ab einem bestimmten Alter sollte man sich fragen, wie man seinen Lebensabend verbringen möchte.“ Sie sei nun 63. „Mir war immer klar, dass ich ab einem bestimmten Zeitpunkt für meine Familie da sein möchte“, so Kurth weiter.

Tillich respektierte die Entscheidung seiner Ministerin, bedauerte ihren Weggang aber zugleich. „Wir haben dazu vertrauensvoll gesprochen. Sie hatte mich frühzeitig darüber informiert, dass sie aus persönlichen Gründen nicht die gesamte Legislaturperiode zur Verfügung stehen wird. Daher kommt der Schritt für mich grundsätzlich nicht überraschend“, sagte der Regierungschef der Deutschen Presse-Agentur.

Sachsens Ministerpräsident würdigte auch die Energie und Leidenschaft, mit der sich Kurth für die sächsischen Schulen und die Bildung im Land stark gemacht habe. „Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler liegen ihr genauso am Herzen wie die frühkindliche Bildung durch Erzieherinnen und Erzieher.“

Nach den Herbstferien werde er einen Nachfolger vorstellen und berufen. „In der Zwischenzeit wird Herr Staatssekretär Dr. Pfeil die Geschäfte des Ressorts führen.“

Auch in Brandenburg ist diese Woche Bildungsminister Günter Baaske (SPD) zurückgetreten - ebenfalls aus privaten Gründen. Er wolle sich mehr um seine Familie kümmern, hatte er erklärt. Nachfolgerin ist Britta Ernst (SPD).

LVZ