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Mitteldeutschland Sachsens Wohnungsbaugenossenschaften investieren deutlich mehr
Region Mitteldeutschland Sachsens Wohnungsbaugenossenschaften investieren deutlich mehr
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15:56 24.05.2018
Neubaugebiet (Symbolbild) Quelle: dpa
Dresden

Die sächsischen Wohnungsgenossenschaften verbuchen 2017 als guten Jahrgang. Die Investitionen in Neubau, Instandhaltung und Modernisierung lagen mit 427,3 Millionen Euro 17,6 Prozent über dem Wert des Vorjahres, gab ihr Verband am Donnerstag in Dresden bekannt. In diesem Jahr wird ein Investitionsvolumen von 471,9 Millionen Euro angepeilt.

Auffallend sind die starken Zuwächse beim Neubau. 2017 gaben die 210 Genossenschaften dafür 85,4 Millionen Euro und damit fast doppelt so viel aus wie im Jahr zuvor (46,8 Millionen Euro). Auch 2018 wird ein kräftiges Plus erwartet. Der Verband rechnet mit 123,6 Millionen Euro. Dabei schließen sich Neubau und Abriss nicht aus. Mancherorts werden Häuser abgerissen und zugleich neue und meist größere Wohnungen errichtet. In der Regel hat die typische Genossenschaftswohnung zwei bis drei Räume.

Die Aufwendungen für Instandhaltung lagen im Vorjahr bei 218,3 Millionen Euro (2016: 197,1), bei der Modernisierung waren es 123,6 Millionen Euro (Vorjahr: 119,5). Zumindest bei der Modernisierung ist 2018 ein weiterer Anstieg geplant, die Instandhaltungen sollen sich auf dem Niveau von 2017 bewegen.

„Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 haben die sächsischen Wohnungsgenossenschaften fast 14 Milliarden Euro investiert“, erklärte Verbandschef Axel Viehweger. Insgesamt seien knapp 84 Prozent der Wohnungen voll modernisiert beziehungsweise in einem zeitgemäßen Zustand. Weitere knapp 14 Prozent seien teilsaniert und nur 2,6 Prozent unsaniert.

Die Leerstände im Bestand der Wohnungsgenossenschaften gehen seit 2011 zurück. Allerdings gibt es innerhalb Sachsens ein großes Gefälle. In einer Stadt wie Dresden gibt es mit 2,0 Prozent aus Sicht der Genossenschaftler de facto gar keinen leerstehenden Wohnraum mehr. Im Riesaer Umland liegt der Leerstand dagegen bei gut 20 Prozent, in Delitzsch bei knapp 20 Prozent.

Die Miete für eine Genossenschaftswohnung beträgt im Schnitt 4,82 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Anstieg von knapp 1,2 Prozent. Auch hier gibt es in Sachsen regionale Unterschiede - die Spannbreite reicht von 3,08 Euro bis zu 5,97 Euro pro Quadratmeter. Die im Verband organisierten Genossenschaften bewirtschaften insgesamt 270.587 Wohnungen.

dpa

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