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Mitteldeutschland Panter erinnert auf Wahlplakaten an Puma – das sagt der Sporthersteller
Region Mitteldeutschland Panter erinnert auf Wahlplakaten an Puma – das sagt der Sporthersteller
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10:07 31.07.2019
Wahlplakat von Dirk Panter SPD in Leipzig. Quelle: Kempner
Leipzig

Als angriffslustig, behende, mutig und listig gelten sie, die Panther. Für Dirk Panter, Fraktionschef der SPD im Landtag, sind die Großkatzen noch dazu „sehr schöne Tiere“. Also ließ er anstelle seines eigenen Konterfeis den springenden Panther auf tausende Plakate zur Landtagswahl am 1. September drucken, die jetzt in Leipzig weiß auf rotem Grund von Wänden und Laternen prangen. „Die Farben sind natürlich sozialdemokratisch angepasst“, gibt er zu. „Die Symbolik ist daffür sehr eingängig, sticht aus der Masse heraus und passt perfekt zu meinem Namen“, erklärt der 45-jährige Wahl-Leipziger auf LVZ-Anfrage. „Aber darf er das überhaupt?“, fragten gleich mehrere LVZ-Leser, denen die Nähe zum Werbelogo eines bekannten deutschen Sportartikelherstellers allzu sehr ins Auge sprang.

„Ein Hase hätte nicht gepasst“

Panter selbst bringt der drin mitschwingende Plagiatsverdacht kein bisschen um den Schlaf, hatte sein Team doch schon vor fünf Jahren Aufkleber mit dem gestreckten Raubtier im Wahlkampf verteilt. „Das gab null Probleme. Und ein Hase hätte nicht so gut zu mir gepasst“, scherzt der zweifache Familienvater. Bislang habe er auch auf die Plakataktion „nur positive Reaktionen erhalten“.

Dirk Panter (SPD). Quelle: Andre Kempner

Kernbotschaft der rot-weißen Panther-Plakate sei „die Marke Panter“ im direkten Bezug zum „#Einsatz für Leipzig“, neben dem für ganz Sachsen, versteht sich.

Franken geben grünes Licht für Sachsen

Doch wie sieht das vor reichlich 70 Jahren von Rudolf Dassler gegründete Sportartikel-Imperium „Puma SE“ mit Sitz im mittelfränkischen Herzogenaurach die auffallende Ähnlichkeit der Leipziger Wahlwerbung mit dem etwa 50 Jahre alten Firmenlogo des Weltkonzerns? Auf LVZ-Anfrage gab Firmensprecher Robert-Jan Bartunek quasi grünes Licht für den versuchten großen Sprung des sächsischen Kandidaten Panter: „Wir sehen in der spezifischen Art der Verwendung und im gegebenen Kontext keine Überschneidungen mit unserer Marke und beabsichtigen daher auch keine weiteren Schritte einzuleiten.“

Auf die Landung kommt an

Der von vielen Beobachtern befürchtete Revierstreit bleibt also aus. Immerhin springt die Leipziger Raubkatze von links nach rechts, also in entgegengesetzter Richtung zum Puma. Bei genauerem Hinsehen unterscheiden sich auch Pfoten, Kopf- und Schwanzhaltung der springenden Raubkatzen.

Allerdings will jeder noch so gute Absprung auch sicher gelandet sein. Ob das gelingt, müssen Panter und seine Genossen Anfang September erst noch unter Beweis stellen.

Von Winfried Mahr

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