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Mitteldeutschland Schutz gefährdeter Arten soll in Sachsen einfacher werden
Region Mitteldeutschland Schutz gefährdeter Arten soll in Sachsen einfacher werden
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21:32 23.05.2019
Unter anderem können in Sachsen Weißstorchhorste gefördert werden (Symbolbild).
Unter anderem können in Sachsen Weißstorchhorste gefördert werden (Symbolbild). Quelle: Lisa Ducret/dpa
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Leipzig

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) reagiert mit einer vereinfachten Förderung zum Schutz gefährdeter Arten auf das Aussterben bedrohter Lebewesen im Freistaat. Das sächsische Umweltamt veröffentlichte vergangene Woche dramatische Zahlen zur Bedrohung verschiedener Säugetiere, Vögel, Pflanzen und mehr.

Am Freitag startet daher ein neues Förderprogramm, wie das SMUL am Donnerstag mitteilte. So sollen Anträge in Zukunft jederzeit und unter vereinfachten Bedingungen beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) eingereicht werden können. Für 92 besonders gefährdete Arten könnte das die Rettung sein.

Bis 20.000 Euro Fördermittel

„Wir bieten den vielen im Naturschutz aktiven Vereinen und Verbänden, Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden jetzt ein deutlich vereinfachtes Förderinstrument für die Umsetzung von Artenschutzvorhaben an“, verspricht Umweltminister Thomas Schmidt (CDU). Beispielsweise können die Gelder für Weißstorchhorste oder Nisthilfen für Fledermäuse eingesetzt werden.

Bis zu 20.000 Euro können für einen Antrag durch die neue Regelung bewilligt werden. Zu 40 Prozent kommen die Gelder hierfür aus dem Haushalt des Sächsischen Landtags, die restlichen 60 Prozent übernimmt der Bund.

Von Lotta-Clara Löwener