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Mitteldeutschland Schweinepest: Sachsen startet Großübung
Region Mitteldeutschland Schweinepest: Sachsen startet Großübung
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14:57 02.12.2019
Sachsens Landestierarzt Dr. Stephan Koch (l.) lässt sich von Uwe Zechendorf aus dem Katastrophenschutzstab Dresden im Landestierseuchenbekämpfungszentrum (LTBZ) während der Übung simulierte Gefahrenzonen auf einer Landkarte zeigen. Quelle: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa
Dresden

In Sachsen wird seit Montag bei einer großangelegten Tierseuchenübung ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) simuliert. „Heute standen zunächst die Einrichtung eines Krisenstabes und der Aktivierung des Landestierseuchenbekämpfungszentrums im Zentrum des Geschehens“, sagte ein Sprecher der Landesdirektion Sachsen.

Noch bis Donnerstag proben Behörden, Kommunen, Jäger und Landwirte an verschiedenen Orten im Freistaat den Ernstfall. Bereits seit dem Frühjahr wurde die Großübung akribisch vorbereitet. Weil das Virus immer näher rückt, ist sie aktueller denn je.

Quelle: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Zu Beginn der Übung stand die rasche Einrichtung von Informations- und Kommunikationswege im Mittelpunkt der Übung. Am Dienstag folgen im Thümmlitzwald (Landkreis Leipzig) praktische Aspekte, namentlich die Suche von Wildschweinkadavern mit Drohnen und Wärmebildkameras. In Schirgiswalde-Kirschau‎ geht einen Tag später es um das Aufstellen von Wildabwehrzäunen, die bei der Einrichtung von Sperrbezirken eine Rolle spielen. Zum Abschluss wird in einem Landwirtschaftsbetrieb in Langebrück die Tötung eines Bestandes von Hausschweinen simuliert.

Verbraucherschutzministerin Klepsch: Reale Gefahr

„Durch den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Polen, rund 70 Kilometer vor der ‎deutschen Grenze, wird einmal mehr deutlich, wie real die Gefahr der Afrikanischen ‎Schweinepest ist“, sagte Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch (CDU). Es sei wichtig, eine Einschleppung nach ‎Sachsen zu verhindern und die Abwehr- und Reaktionsmaßnahmen ‎vorzubereiten‎, hieß es.

Deutschland blieb von der Seuche bisher verschont - doch Fälle in Polen nahe der Grenze zu Brandenburg verstärken die Sorge vor einer Einschleppung derzeit. Das Virus wurde seit Mitte November bei rund zwei Dutzend toten Wildschweinen in Polen nahe der deutschen Grenze nachgewiesen. Für Menschen ist ASP ungefährlich.

Von LVZ

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