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Mitteldeutschland So qualifiziert sind die Sachsen
Region Mitteldeutschland So qualifiziert sind die Sachsen
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14:38 11.09.2019
Viele Sachsen streben einen hochqualifizierenden Abschluss an. (Symbolbild) Quelle: Peter Endig/dpa
Leipzig

Ob Meisterausbildung oder Studium: Immer mehr Sachsen beginnen einen hochqualifizierenden Bildungsgang. Knapp sieben von zehn Menschen im Freistaat gehen diesen Weg, wie das Statistische Bundesamt Destatis am Mittwoch mitteilte. Damit liegt Sachsen deutschlandweit im oberen Viertel – und über dem Bundesschnitt.

Höhere Quoten hatten 2017 nur die Stadtstaaten Berlin (92 Prozent), Bremen (82 Prozent) und Hamburg (80 Prozent). Sachsen übertrifft mit 69 Prozent zudem den Durchschnitt der 36 OECD-Staaten. Der liegt den Angaben nach bei 65 Prozent.

Besonders hoher MINT-Anteil

Viele der Anfängerinnen und Anfänger haben eine höher qualifizierende Ausbildung im naturwissenschaftlich, mathematisch oder technisch orientierten Bereichen – kurz MINT genannt – begonnen. In Sachsen war dieser Anteil besonders hoch. Wie auch Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen lag er über dem Bundesschnitt von 39 Prozent.

Untersucht wurde der Grad der Qualifikation auch nach Altersgruppen: Sachsen schnitt sowohl bei den jüngeren als auch den älteren Gruppen gut ab. Unter den 25- bis 34-Jährigen und den 55- bis 64-Jährigen hatten mehr als 90 Prozent der Sachsen eine mittlere oder hohe Qualifikation, also mindestens eine Studienberechtigung bekommen oder eine Berufsausbildung abgeschlossen. Der OECD-Schnitt liegt laut Destatis bei 71 Prozent in der älteren und bei 85 Prozent in der jüngeren Gruppe.

Ingenieurwesen gefragt – viele Bildungsabschlüsse

In Sachen Bildungsabschluss sind die Sachsen im Bereich Ingenieurwesen sowie verarbeitendes und Baugewerbe deutschlandweit ganz oben. 31 Prozent der 25- bis 64-Jährigen hatten 2018 auf dem Gebiet einen Bildungsabschluss von einer Hochschule, Berufsakademie oder Fachschule. In ganz Deutschland waren es 26 Prozent. Am zweithäufigsten kam ein Abschluss im Bereich Wirtschaft, Verwaltung und Recht vor.

Überhaupt liegt der Freistaat beim Bildungsstand vorn. Laut Studie hatten 2018 hatten 94,9 Prozent der 25- bis 64-jährigen Sachsen einen Schul- oder Hochschulabschluss oder eine Berufsausbildung. Nur in Thüringen war der Anteil noch höher.

Zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören 36 Mitgliedstaaten wie Frankreich, Österreich, Schweiz, Spanien, Japan, Kanada, USA, Australien oder Japan. Die Organisation arbeitet unter anderem auf den Gebieten Bildung, Finanzen und Wirtschaftspolitik, Ziel ist unter anderem die optimale Wirtschaftsentwicklung der Mitglieder.

Von Josephine Heinze

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